Trockenübungen zu Affen in der Wilhelma, dem Stuttgarter zoologisch-botanischen Garten.
Am Samstag vor Weihnachten trafen sich einige der Teilnehmer der Brasilienexkursion 2012 in der Wilhelma, um unter Leitung von Dr. Iris Weiche und Studierenden der Paläoanthropologie der Universität Tübingen eine Einführung in die Primatologie zu erhalten. Während Caro am Rio Cristalino den freilebenden Affen im Wald folgt, stellte uns Iris die in der Wilhelma gehaltenen Affenarten detailliert vor. Bei den aus Südamerika stammenden Goldkopflöwenäffchen (Leontopithecus chrysomelas) konnten wir einen nahen Verwandten des Goldenen Löwenäffchens (Leontopithecus rosalia) sehen, das wir ja zu Exkursonsende wie in 2011 nahe Rio de Janeiro aufsuchen werden.
Zufälliger Weise hatten die Zwergseidenäffchen (Cebuella pygmaea) in dieser Woche Nachwuchs bekommen. Es war gar nicht so leicht, das kleine Jungtier dieses kleinsten Vertreters der Eigentlichen Affen auszumachen (Kopfrumpflänge: 12 bis 15 Zentimeter, Schwanz: 17 bis 23 Zentimeter). Letztendlich gelang es aber. Kleiner ist nur noch der Koboldmaki (Kopfrumpflänge: 9 bis 16 Zentimeter, Schwanz: 13 bis 28 Zentimetern), der jedoch zu den Halbaffen gehört.

Foto 2: Zwergseidenäffchen mit Jungtier (Foto: http://www.mainpost.de/storage/pic/mpnlneu/fr/3182811_1_1919AA.jpg)
Ab dem 15. Februar können wir die erworbenen Kenntnisse dann am Rio Cristalino an der Grenze Pará/Mato Grosso unter Anleitung von Caro und Liza Veiga, die extra aus Belém vom Museu Goeldi anreist, anwenden.
RR
