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Archive for Februar 2009

Nach einer durchfahrenen Nacht und einem Buswechsel gegen 04:00 Uhr in der Nacht haben wir heute 25 Stunden Fahrt um 16:00 unsere Jugendherberge in Campo Grande erreicht.

nachtstopp

Hier kann jeder noch einmal die zweckdienlichen Duschen nutzen und nach einem anstaendigen Fruehstueck morgen um 06:00 nehmen wir die letzte Etappe zu unserem Camp im Pantanal mit zwei Kleinbussen und LKW. (mehr …)

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Harpiennest

Nachtrag zur Harpie als Gruß an die Tübingen bezogene Ornithologen-Szene: Kurz vor der Ankunft der Exkursionsteilnehmer, und damit vor unseren zahlreichen Harpien-Sichtungen, konnte Rainer Radtke in der Chapada dos Guimarães nahe Cuiabá einen Prachthaubenadler (Spizaetus ornatus) am Nest mit Jungem beobachten.

prachthaubenadler

Foto: Fab

1989 wurde die Tübinger zoologische Exkursion erstmalig durchgeführt, wir feiern also zwanzigjähriges Jubiläum. Erst 2006 konnten die Teilnehmer der Exkursion erstmals eine Harpie beobachten, damals am Nest mit Jungtier. 2007 wurde das Jungtier auf dem Gelände unserer Unterkunft in Alta Floresta gesichtet. Ende 2008 fing das Harpienpaar nach drei Jahren erneut an zu brüten. Heute konnten schließlich alle Studenten beide Harpien am Nest beobachten. Ihr Verhalten lässt darauf schließen, dass das Jungtier vor einigen Tagen geschlüpft ist. Bradley Davis, der 2005/2006 das Adlerpaar durchgehend beobachtete, erläuterte uns zum Abschluss der heutigen Führungen die Ergebnisse seiner Studien. Auf den folgenden Bildern kann man unsere ganz besonderen Eindrücke des Morgens bestaunen.

1-harpienkopf

Foto: FM

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Generationen von Teilnehmern der Brasilienexkursionen kennen es – das Hemd, genau dieses Hemd. Jetzt ist es (endlich) kaputt.  RR

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An der Vogelspinne und ihrer Feindin der „Tarantula Hawk“-Wespe haben wir es gesehen, im Regenwald haben Spinnen und Insekten andere Dimensionen. Das gilt auch für Ameisen. Nachdem die andere Gruppe ein Biwak entdeckt hatte, ein temporäres Nest, das nur aus den Körpern der das Nest bewohnenenden Wanderameisen (Eciton sp.) besteht, machte ich mich am nächsten Tag noch einmal auf die Suche.

Über hundert Meter vom Neststandort des Vortags entfernt fand ich eine große Ameisenstraße, folgte ihr ins Dickicht und konnte das Nest tatsächlich unter einer Baumwurzel entdecken. Die Bilder vom Biwak (auch Bivouac) der Wanderameisen (auch Treiberameisen, army ants) sprechen für sich.

01-eciton

Strasse zum Nest (Eciton sp.); Foto: FM

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Jeden Tag stehen pro Gruppe zwei von der Cristalino Lodge ausgehende Expeditionen an. Fast immer geht es auf einen der Trails in den Wald, einen Ausläufer des südlichen Amazonasregenwaldes. Weil wir uns in der Regenzeit (Dez. – April) befinden, müssen wir uns morgens immer wieder mal gedulden, bis sich der Regen auf ein vertretbares Maß abgeschwächt hat. Auf dem Boot sehen wir vom Cristalino aus Eisvögel, die pfeilschnell von einem Ast ins Wasser stoßen. Die Bäume am Ufer werden von Tukanen, hühnerartigen „Piping Guans“, Aras und Spinnen-, Saki-, Kapuziner- und Brüllaffen bevölkert. Die müssen sich in Acht nehmen, gleich mehrfach sichten wir eine riesige Harpie!!, der Traum vieler Ornithologen, genauso wie der Zickzackreiher. Im Dickicht der Ufervegetation erspäht eine Gruppe sogar unseren ersten Kaiman; in ihrem Nest über dem Wasser sitzen drei verängstigte junge Ibisse mit ihrer Mutter.

frosch-ibis
Foto: RR | MK

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Regenbogenboa

Kaum ist um 5:00 die kurze Nacht vorbei (die einen kamen gegen 23:00 vom Tapir zurück, die anderen von der Geißelspinne (Amblipygi)), präsentieren uns Sebastião und Rainer eine nächtens gefangene Regenbogenboa (Epicrates cenchria), ein wunderschön gefärbtes Tier. Eine kanadische Tierfotografin und wir lichten die Boa über die nächsten Stunden ab, angemessen schön wie das Bild zeigt.

regenbogenboa

Foto: RR

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Rio Cristalino

Die letzte Etappe unserer 52-stündigen Anreise führt uns von Alta Floresta zum Rio Cristalino. Dazu steigen wir zuerst in einen geländegängigeren Bus um und zuletzt in zwei Boote. Wir haben Glück, es ist trocken. Trotzdem hat Alfredo Bedenken, weil es den ganzen Tag davor durchgeregnet hat. Der deutschstämmige Brasilianer ist in den nächsten Tagen einer unserer Führer, der einzige, der sich mit uns auf Deutsch unterhalten kann.
Beruhigend wirkt auf der Schotterpiste der Schulbus vor uns, eher beunruhigend ist es, wenn der Fahrer am Hang in den ersten Gang zurückschalten und das Pedal durchdrücken muss (Stichwort: Feinstaubplakette). Im Unterschied zu den Anfahrten der letzten Jahre geht dieses Mal fast alles glatt bis auf zwei Bäume, die zeitweilig die Piste blockieren. „Sie fallen immer auf den Weg, nie in den Wald nicht“, bemerkt Alfredo und hat so auf seine Art „Murphys Gesetz“ erkannt. Wir steigen in die Boote um, die Rucksäcke bekommen ihr eigenes. Beim Einbiegen in unseren Arm des Flusses wird klar, warum er Cristalino heißt, die Grenze vom schlammfarbenen Rio Teles Pires zum rötlichbraunen klaren Wasser ist scharf und fotogen.
Nach dem eher süßen Frühstück und dem zahnfüllenden Schinken-Käse-Sandwich im Flugzeug bekommen wir nun ein reichhaltiges Mittagessen. Dann werden Mensch und Kleidung im Rio Cristalino gewaschen, für beides ist der Fluss zur gleichen Zeit hervorragend geeignet; die Gespräche im Wasser kreisen um den schmalen mit Widerhaken bewehrten Fisch, der sich gerne in Harnröhren einnisten soll, den Candiru. Nach der langen Reise bleiben wir noch etwas am Wasser, schrecken bald nicht mehr vor den knapp am Kopf vorbei sausenden Fledermäusen zurück und bewundern den prächtigen Sternenhimmel. Das Kreuz des Südens kann unsere kleine Gruppe aus Amateur-Astronomen so nahe am Äquator zuerst noch nicht ausmachen.
Nach dem Abendessen wird wieder gearbeitet. Mit Alfredo geht es durch den nächtlichen Urwald und dann auf einen Hochstand. Wir warten auf einen Tapir, der an dieser Stelle gerne die Salze vom Boden aufleckt. Glühwürmchen fliegen vorbei und die Geräuschkulisse des schwarzen Dschungels ist überwältigend. Nach zwei Stunden regungslosen Wartens wird sie jedoch so monoton, dass uns die müden Augen zufallen, Mücken und Hitze verhindern jedoch bei fast allen das Einschlafen. Am Ende müssen wir unverrichteter Dinge über schlangenbauchartige Bambuswurzeln zurück ins Camp gehen.

Am nächsten Morgen fährt eine der Gruppen mit Alfredo flussaufwärts. Der unberührte Regenwald grenzt hier an ein Indianerreservat und an militärisches Übungsgelände. Ich begegne auf dem Serra Trail, wo wir nach zwei Pfeilgiftfroscharten suchen, meinen ersten Wanderameisen (Eciton sp.) und überhaupt ist es schwierig, mehrere Zentimeter weit zu kommen, ohne dass ich durch eine neue Ameisen-Entdeckung aufgehalten zu werden. Die Vielfalt ist nicht zu beschreiben. Von einem Aussichtspunkt aus sehen wir die andere Gruppe, die mit dem Führer Jorge und Rainer Radtke zum 50 m hohen Beobachtungsturm gegangen sind, um dort erste Vögel und Affen zu beobachteten.

 

gruppe (mehr …)

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