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Archive for Februar 2014

Nach einer schlaflosen Nacht mit zwei Flügen von Campo Grande nach  São Paulo und von dort nach Belo Horizonte wurden wir von Lucas Coelho de Assis abgeholt, der uns in den kommenden Tagen wieder als umfassend kompetenter Guide begleiten wird.

Sonnenaufgang über São Paulo

Sonnenaufgang über São Paulo

Sonnenaufgang über São Paulo

Sonnenaufgang über São Paulo

Nach einer weiteren knapp dreistündigen Kleinbusfahrt sind wir inzwischen in der Serra do Cipó in unseren netten Quartier Lapa Grande bei Tia Nelly angekommen und müssen uns erfrischen, bevor wir die beiden nächsten Tage mit anstrengenden Aktivitäten in der trockenen Hitze (seit langem fiel hier trotz der Regenzeit bis jetzt  kein Regen!) verbringen werden.

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Nach etwa einer ereignisreichen, aber auch recht regen- und moskitohaltigen Woche im Pantanal werden wir heute abend nach Campo Grande fahren, um in einer weiteren schlafarmen Nacht über São Paulo nach Belo Horizonte zu fliegen. Jonas und Jenny haben sich bereits gen Bolivien verabschiedet, heute Nacht werden uns auch Sanja, Anne und Patrick verlassen.

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Ara

Wer kann uns etwas zu diesem orangeroten Ara sagen? Er lebt im Bereich der Posada Santa Clara und es heisst, er wäre eine Kreuzung aus einem Blau-Gelben und einem Rot-Grünen Ara. Aber jetzt ist ein gleichfarbiges Jungtier da.

Unbekannter Ara

Unbekannter Ara

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Rinder sind die häufigsten und landschaftsprägendsten Großsäuger im Pantanal. Nicht selten beherbergt eine Fazenda mehr als 100 000 Tiere. Neben kleineren und größeren Herden auf den großen Weiden sind Knochen von verendeten Tieren häufig zu finden. Jaguare reißen öfters Jungtiere, jedoch können die Viehbesitzer eine Entschädigung. Weiterhin sind Pferde auch in kleinen Herden und Capybaras (Wasserschweine) an den meisten Gewässern zu beobachten.
Seltener gesichtet wurden Hirschartige (Weißwedelhirsch u.a.), Gürteltiere, Nasenbären, Pekaris, Agutis, Ameisenbären, Affen und Riesenotter. Der große Ameisenbär, die Riesenotter und Brüllaffen sind in separaten Blogeinträgen genauer beschrieben.
Auf nächtlichen Kameraaufzeichnungen wurden zwei Tapire dokumentiert, deren Fußspuren ebenso wie die von Puma und Jaguar auf Wanderungen zu sehen waren.
Lebendig wurden nur wenige Säugetiere tagsüber angetroffen, doch von jedem Ausflug wurde ein Schädel mitgebracht, inklusive Wildschwein, Capybara und Ozelot, dazu vom Pantanalhirsch, dem größten hier anzutreffenden Hirsch, ein Geweih. (Jonathan)

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Die letzte Nacht des unglaublich eindrucksvollen Pantanals verbringen wir auf der Fazenda “Santa Clara”. Untergebracht sind wir in einem Hängemattenlager mit kalter, aber privater Dusche, unter die sich jeder mit großer Freude und Genuss stellt. Die Hängematten bieten ungewohnten, aber willkommenen Komfort, nachdem die Hüften von den Nächten auf hartem Boden (und dünner Isomatte) im Camp schon schmerzen.
Für den darauffolgenden Tag können wir zwischen einem Ausritt und einer Bootsfahrt, jeweils eine morgens und mittags, entscheiden. Wer mag, darf auch zweimal dasselbe wählen.
Das Interesse für den Ausritt hat eine große Varianz. Zwischen “keine 10 Pferde bringen mich da drauf!” und “Ich geh auf jeden Fall morgens und abends reiten” gab es alles.
Als wir nun, nach bequemer Nacht, am nächsten morgen am Anbindeplatz ankommen, sind die Pferde bereits gesattelt und gezäumt. Wir müssen uns nur noch mit „schönen“ blauen Baustellen-Helmen als Reithelmen schmücken und werden auf die Pferde gesetzt. Die Steigbügel werden nur manchmal an die Größe der Person angepasst, sodass ein paar das „Glück“ haben mit den Knien am Kinn auf dem Pferd zu sitzen und eine eher unkomfortable Reiterfahrung sammeln müssen.
Für Beschwerden und Verbesserungswünsche allerdings gibt es kaum Zeit und unser Guide Paulo reitet mit seinem kleinen stämmigen Pferdchen zügig voraus. Alle weiteren Pferde folgen, …vielleicht. Für diejenigen, die gar nicht oder mit nicht genug Geschwindigkeit hinterherlaufen, hilft der Sohn des Fazenda-Besitzers Renier von hinten nach und die Pferde werden, mit hilflosem Reiter obendrauf, wie eine Herde Kühe vorwärts getrieben.
Bezüglich der Hoffnung ein paar wilde Tiere während des Ausrittes zu sehen, werden wir tief enttäuscht. Es hat sich bei uns kein einziges gezeigt. Dennoch war uns nicht langweilig.
Denn die Pferde hatten, wegen jahrelanger Touri-Erfahrung, die Entscheidungsgewalt bezüglich Weg und Geschwindigkeit an sich gerissen. Das Maß an Kooperation mit dem Reiter ist unterschiedlich hoch, sodass die Lenkung bei manchen Pferden praktisch ausgefallen ist. Sie entscheiden also völlig selbstherrlich die Richtung, Geschwindigkeit …und das Nachbarpferd. Bei ungewolltem Nachbar wird dies zum Leid aller beteiligten Reiter deutlich zum Ausdruck gebracht und neben Schnappen und Drohen auch ab und zu ausgekeilt. Wir sind also, nach bestem Können und pferdischer Kooperationsbereitschaft, schwer damit beschäftigt, die ungeliebten Nachbarpferde zu meiden.
Der Höhepunkt ist jedoch der unerwartete Galopp gegen Ende des Ausrittes. Auch hier haben die Pferde das Zepter in der Hand. Während die einen unbedingt als erste ankommen wollen und sich an vorderster Spitze Wettrennen liefern, sind wiederum andere nicht davon zu überzeugen ihr gemächliches Trabtempo auch nur ein Quäntchen zu erhöhen. Während sich die Sprinter ein Päuschen an der Wassertränke gönnen, werden die etwas langsameren Pferde wieder von Paulo und Renier zum Ende der Weide und damit auch zum Ende unseres Ausrittes getrieben.
Wem der morgendliche Ausritt reichte, ging nachmittags aufs Boot, um von dort ein paar Wildtiere zu beobachten, die anderen treffen sich mittags zu einem weiteren Ausritt. Der bisher tägliche Regen verschont uns auch heute nicht, sodass wir während des Ausrittes vom Tropenregen überrascht werden und bis auf die Haut durchnässt zurückkommen. Den Spaß haben wir uns trotzdem nicht nehmen lassen. Nass und gut gelaunt kommen wir noch vor den Bootsfahrern am Hängemattenlager an und können uns noch vor Abreise eine letzte kalte Dusche gönnen. Im Anschluss packen wir, wie in den letzten Tagen schon häufiger, unsere nassen Sachen in die Rucksäcke und machen uns auf nach Campo Grande, um von dort zur nächsten Station zu fliegen. (Sanja)

Paulo

Paulo

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Es ruckelt und huckelt. Wir fliegen immer wieder von der Sitzbank oder den Rucksäcken, auf denen wir sitzen, hoch. Die Landungen sind unsanft, aber die Stimmung ist top. Es ist stickig, das Licht ist wunderbar orange und der Schweiß läuft nur so runter. Wo wir sind? In unserem neuen „zu Hause“ für 2 Tage: Unter der orangen Plane, die über die Ladefläche vom Truck gezogen wird, wenn es regnet, damit wir nicht so nass werden. Nach 26 Stunden Busfahrt von Alta Floresta nach Campo Grande, einer Stunde Aufenthalt im Büro unseres Expeditionsveranstalters „Santa Clara“, 2 Stunden Fahrt mit dem Sprinter und einer unglaublich heißen und spartanischen Nacht im „Hotel Carisma“ (nomen est omen) in Aquidauana konnten wir endlich um 4 Uhr morgens den Truck beziehen. Die Fahrt ging über wunderschöne Sandpisten durchs Cerrado in das Pantanal.

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In freudiger Erwartung vieler Schlammlöcher fahren wir vor Sonnenaufgang um halb 5 morgens los und sind bis zum Einbruch der Dunkelheit bis halb 7 abends unterwegs. Viele sehr feuchte Bereiche können umfahren werden, aber ein paar liegen doch auf unserer Strecke was dazu führt, dass unsere Weiterfahrt auf der Strecke bleibt und wir im Schlammloch stecken. Mit Geduld und voller Anschiebekraft geht’s dann aber nach einiger Zeit weiter.

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Es regnet nach kurzer Trockenphase und wir machen es uns erneut unter der orangenen Plane „gemütlich“.

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Mittagessen unterwegs.

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Lokalkolorit.

Als es dunkel wird, ruckeln wir über die letzte Brücke des Tages und machen Stopp am Rio Negro. Weit und breit ist nichts anderes als Grasland, ein paar Bäume und der Fluss zu sehen. Wir bauen im Regen unsere Zelte auf, sind nass, stinken und „genießen“ das Freiland und das durch Huminsäuren dunkelbraun gefärbte Wasser des Flusses zum Händewaschen.

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Immerhin gibt es vorbeugend „Medizin“ gegen Erkältung und auch gegen alles andere: Starken Cachaça mit Zimt und Honig. Serviert von Pedro, dem Guide, der uns begleitet. Das Essen, das er und das tolle Santa Clara-Team unter unserer orangenen Plane in der improvisierten Küche zaubern, schmeckt großartig. Und das Lagerfeuer im Regen wärmt unsere nassen, müden Gesichter.

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Zum Einschlafen hören wir nicht nur den Regen auf die Zeltplane erst tröpfeln, dann prasseln, sondern auch ein sensationelles Froschkonzert. In den Zelten sammelt sich in der Nacht Wasser, aber am nächsten Morgen geht’s wieder in die gewohnte Position auf die Ladefläche vom Truck zurück und die Stimmung hellt im Gegensatz zum Himmel wieder auf.
Nach einer weiteren für hiesige Verhältnisse kurzen Fahrt bis zur Abenddämmerung sind wir ja plötzlich schon da – nach weiteren 12 Stunden! Das Camp wird vom rosaroten Licht des Sonnenuntergangs über der Lagune beleuchtet.

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Mitten im schönen Palmenwald (Bauminsel mit dominanter Palmart Scheelea phalerata) haben Pedro, Paulo & Co ein super Lager vorbereitet! Sie haben Tische aus Rhachis von Palmblättern gebaut und ein regensicheres Gepäcklager vorbereitet. Der Grund, auf dem wir die Zelte aufbauen, ist weitgehend frei von Laub, Vogelspinnen und Schlangen.

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Über uns spenden die Palmen Schatten. Allerdings sind wir nicht allein in diesem „Paradies“. Wir werden begrüßt von unendlich vielen Moskitos, laut Rainer sind es wenige. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf, um mitten im größten zusammenhängenden Feuchtgebiet der Erde (welch Wunder, dass es hier Moskitos gibt) zu zelten, um schon im Morgengrauen direkt vor dem Camp Kaimane, Capibaras, Stelzenläufer, Zwergsultanshühner und Rosa Löffler beobachten zu können.

Sarah

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Hinweis auf eine witzige und informative homepage: Animals sitting on Capybaras.

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