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Archive for März 2017

Roberto Burle Marx wurde im Jahr 1909 in São Paulo geboren. Berühmt wurde er durch seine Tätigkeit als Langschaftsplaner, indem er moderne Landschaftsplanung in Brasilien einführte.
Ab 1930 begann er erste Gärten zu planen und hatte insgesamt etwa 3.000 Projekte in 20 Ländern, beispielsweise der Flamengo Park und die Copacabana Promenade in Rio de Janeiro.
Er war außerdem einer der ersten Menschen in Brasilien, die sich für den Schutz der Regenwälder engagierten.

Burle-Marx-Garten
Am Tag nach der Abreise der ersten Exkursionsgruppe begutachten die verbiebenen Exkursionsteilnehmer mit den beiden neu angekommenen den Burle-Marx-Garten.

Im Jahr 1949 kauften Roberto Burle Marx und dessen Bruder Guilherme Siegfried das Land Santo Antônio da Bica 56 km vom Stadtzentrum Rio de Janeiros entfernt, was zu diesem Zeutpunkt eine Bananenplantage war. Direkt nach der Restauration des Farmhauses und der Kapelle auf dem Land fing Burle Marx mit den Pflanzungen an. Seine Kollektion wurde während seiner zahlreichen Reisen durch Brasilien um immer mehr Arten erweitert.
Die Idee dazu kam Burle Marx bei seiner Europareise im Alter von 18 Jahren, als er die Vielfalt der brasilianischen Pflanzen im Botanischen Garten Dahlem in Berlin sah. Im Jahr 1985 schenkte Burle Marx den Garten der IPHAN, welcher seither auch als Kulturerbe Brasiliens gilt. Seit 2000 steht der Garten auch unter staatlichem Schutz.

Erst im Jahr 1973 jedoch zog Burle Marx endgültig in das Haus auf seinem Grundstück ein, wo er am 4. Juli 1994 verstarb. Der Garten hat eine Größe von 365.000 m² und beinhaltet eine der bedeutensten tropischen Pflanzensammlungen der Welt mit etwa 3.500 Arten.

Cattleya forbesii, Orchidaceae

Canistrum spec., Bromeliaceae

Anthurium affine, Araceae

Agave americana var. marginata, Agavaceae

Auch von ihm beschriebene Pflanzen können im Garten gefunden werden. Die bedeutenste dieser stellt das Logo des Gartens dar.
Heliconia aemygdiana, Heliconiaceae

Heliconia aemygdiana, Heliconiaceae

Syagrus schizophylla Mart., Arecaceae

Cycas spec., Cycadaceae

Wassergarten mit Bismarckia nobilis

Nymphaeaceae spec.

Aechmea aquilega, Bromeliaceae

Fotos: Lucas Coelho de Assis

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Save the date! A Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB) definiu “Fraternidade: biomas brasileiros e defesa da vida” como tema da Campanha da Fraternidade de 2017, tendo como lema “Cultivar e guardar a Criação”. Por isso, a Arquidiocese de Porto Alegre e a Escola de Humanidades da PUCRS, com o apoio do Centro de Pastoral e Solidariedade, promovem a palestra “Biomas Brasileiros”, que será proferida pelo Prof. Dr. Rainer Radtke (Universidade de Tübingen), no dia 29 de março (quarta-feira), às 10h, no Auditório do térreo do Prédio 5, da PUCRS. A palestra será proferida em português e a entrada é franca.

10h – Abertura – Dom Jaime Spengler (Arcebispo de Porto Alegre) e Prof. Dr. Draiton de Souza (Decano da Escola de Humanidades da PUCRS)
10h10min – Palestra “Biomas Brasileiros” – Dr. Rainer Radtke
11h – Debate – Prof. Dr. Júlio César Bicca Marques (Faculdade de Biociências da PUCRS)
11h30min – término

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Am Tag nach dem Ende der zoologischen Exkursion war Rainer Radtke zu einem Vortrag bei Prof. Eliezer Barreiro, CSS, Centro de Ciência da Saúde, Gesundheitswissenschaften der UFRJ, geladen. Er berichtete über die universitären Aktivitäten der Univ. Tübingen in Brasilien. Prof. Barreiro ist Projektpartner im Bereich Pharmazie von Prof. Laufer, Tübingen.

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Zum Ende der vierwöchigen Exkursion kam Dr. Martina Schulze, Leiterin des DAAD-Regionalbüros Rio de Janeiro, zu unserem Abschiedsessen.

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Am 15.3. endet nach einem Besuch im Botanischen Garten in Rio de Janeiro die zoologische Exkursion mit der Abreise einiger TeilnehmerInnen nach Deutschland. Die Ankunft in Deutschland erfolgte bei frühlingshaften Temperaturen.

Callithrix jacchus

Ramphastos vitellinus

Und: Mia Adlerauge entdeckte ein Dreifingerfaultier (Bradypus variegatus). Wie konnten wir anderen es nur übersehen…

Die meisten bleiben noch weitere Wochen im Land zur Teilnahme an dem Geoökologischen Praktikum.

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Heute besuchten wir wieder die Reserva de Poço das Antas, in der sich die NGO Associação Mico-Leão-Dourado (AMLD) seit 40 Jahren für den Erhalt der nach wie vor gefährdeten Goldenen Löwenäffchen (Leontopithecus rosalia) einsetzt.

Wir wurden im Gelände zu einer der habituierten Gruppen geführt, wo wir Details zur Biologie, insbesondere zum Sozialverhalten der Art erläutert bekamen.

Besendertes Männchen

Weibchen mit Jungtier

Im selben Gebiet leben auch Hybriden von Krallenäffchen (Callithrix jacchus × penicillata) als direkte Konkurrenten der Art.

Der Ausbau der BR 101 zu einer vierspurigen Schnellstraße zerschneidet zunehmend die ohnehin kleinen Habitatfragmente im Küstenregenwald. Aufgrund hartnäckiger Bemühungen der AMLD soll aber bald mit dem Bau von zunächst einer Grünbrücke begonnen werden. Die Straße wird durch Maut finanziert.

Auch die Kosten der Grünbrücke sollen auf die Maut umgelegt werden, was von diversen Zeitgenossen natürlich der der Tierart und nicht dem ökologisch schwerwiegenden Eingriff angelastet wird. Leider bewirkt auch die aktuelle Gelbfieberepidemie völlig zu Unrecht die Förderung von Antipathien für Primatenarten, sind die diversen Arten doch ebenso Opfer und nicht Verursacher der Krankheit.

Luís Paulo Marques Ferraz erläutert in der Station Poço das Antas Neuigkeiten zum Schutz der Goldenen Löwenäffchen

Geländekäufe und zahlreiche weitere Verhandlungen sollen erreichen, dass nicht nur für das Goldene Löwenäffchen ein zusammenhängender Lebensraum entwickelt werden kann.

In dem besuchten Waldstück fanden wir eine eigenartige Zikadenlarve:

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Rio

Nach zwei ereignisreichen Tagen bei den Muriquis sind wir heute am späten Nachmittag in Rio de Janeiro eingetroffen.

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