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Archive for 4. März 2017

Von Diamantina aus besuchten wir auch den Parque Estadual de Biribiri, den Parque Nacional das Sempre-Vivas und den Parque Estadual do Rio Preto.

(Wir bemühen uns, die Artnamen zu den Fotos nachzutragen…)

Parque Estadual de Biribiri

Ein Teil der Gruppe erkundete die Topographie eines hohen stufigen Wasserfalls, andere gaben sich semisessil der Botanik oder Ornithologie hin.

Merianthera eburnea, vgl. Blog 2015

Cinnamon Tanager (Schistochlamys ruficapillus)

Parque Nacional das Sempre-Vivas

Der Nationalpark ist nach der Pflanzenfamile der Eriocaulaceae benannt, die auf Portugiesisch „Sempre-Vivas“ genannt wird (wobei im hiesigen Volksmund auch Arten anderer Familien und Gattungen so genannt werden) und von der im Nationalpark zahlreiche und in Brasilien insgesamt etwa 700 Arten vorkommen.

Wir wurden vom Leiter des Nationalparks Márcio Lucca und seinem Mitarbeiter Daniel Rios, beide Biologen, freundlich empfangen und den ganzen Tag lang begleitet. Sie erläuterten ausführlich die Geschichte, die naturräumliche und wissenschaftliche Situation des Parks und zeigten uns eine große Anzahl von Tier- und Pflanzenarten.

Besonders interessant ist das Nebeneinander von trockenheitsertragenden und im Nassen stehenden Pflanzenarten, darunter zahlreiche Eriocaulaceae und mehrere Drosera-Arten.

Eriocaulaceae

Actinocephalus bongardii (St. Hilaire) Sano

  

Drosera spec.

Drosera montana A.St.-Hil.

Arten anderer Familien:

Proteopsis argentea Mart. & Zucc. ex Sch.Bip., Asteraceae, von Martius beschrieben

Hippeastrum glaucescens (Mart.) Herb.

Tillandsia arhiza Mez, Bromeliaceae

Lychnophora cf. ericoides Mart., Asteraceae

Mittagspause im Feuerwehrhaus

Konzentrierte Kolibri-Beobachtung in der Hitze des frühen Nachmittags

Parque Estadual do Rio Preto

Psittacanthus robustus Mart.

Psittacanthus robustus Mart.

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In der Nähe von Diamantina lebt unter dem Schutz eines älteren Mannes namens Laerte eine Population der Berg-Meerschweinchen (Kerodon rupestris), die wir schon 2015 aufgesucht hatten. Auch dieses Jahr tummelten sich in den Felsen zwischen der schütteren Vegetation etliche der Nager, die wir, selbst gemütlich auf einem Felsen sitzend, in Ruhe beobachten konnten.

Auf den Felsen liefen zahlreiche Ameisen der Art Camponotus sericeiventris (cf.) umher, vgl. auch Antwiki.

Bei der Anfahrt sahen wir eine von Spix beschriebene Unterart einer kleinen Taube und später eine von Martius beschriebene Baumart:

Columbina picui strepitans Spix

Vochysia tucanorum Martius

Auf den Spuren von Spix und Martius besuchten wir die in deren Reiseberichten erwähnte Gruta do Salitre, eine Quarzitgrotte, in der „salitre“, eine Mischung aus Kalium- und Natriumnitrat abgebaut worden war.

Die kleinen Orte Curralinho und Vau waren weitere Stationen der Expedition der beiden Wissenschaftler.

Die Kirche in Curralinho

In Vau kennt Lucas Anwohner, in deren Garten eine Familie Callithrix geoffroyi lebt.

 

In der Nähe von Vau führt die Estrada Real eine Brücke über den Jequitinhonha an der Stelle, wo auch die Spix-Martius-Expedition den Fluss gequert hatte.

Auf den felsigen Ufern wachsen interessante Pflanzenarten:

Vellozia abietina

Vellozia alba

Encholirium diamantinum an der Typuslokalität (Hinweis von Lucas Coelho de Assis!)

Literatur zu Encholirium diamantinum:

Link 12

Euphorbia spec.

Gewitterzelle über dem Cerrado

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Nachdem wir gegen Mitternacht zum 1. März am Flughafen in Campo Grande abgesetzt worden waren …

… und ab 4:20 Uhr nach São Paulo und danach nach Belo Horizonte geflogen sind, sind wir nach weiteren 6 Stunden Fahrt mit zwei Kleinbussen nach Norden durch die Cerrado-Landschaft in dem schönen Städtchen Diamantina angekommen.

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Landeanflug zum innerstädtischen Flughafen São Paulo-Congonhas durch die Wohnzimmer der Millionenstadt

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Die ersten Eindrücke der Landschaft hielten uns kaum auf den Sitzen…

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Gomphrena spec., Amaranthaceae

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