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Archive for the ‘Forschungspraktika’ Category

Nachdem in Tübingen bereits die Exkursion 2016 vorbereitet wird, hat Tübingen mal wieder eine Abgesandte nach Brasilien geschickt, dieses Mal an die Universidade Estadual de Santa Cruz (UESC) in Ilhéus. In loser Folge werden hier ihre Berichte veröffentlicht.

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In der Zwischenzeit geht der Aufenthalt von Jonas am Rio Cristalino zu Ende:

Nach nun etwas über zwei Monaten und über 350 Stunden reiner Feldarbeit wird es Zeit, ein vorläufiges Fazit zu ziehen. Es sind zwar noch nicht alle Daten restlos ausgewertet, doch gibt es klar zu erkennende Ergebnisse. In der Anfangszeit, als ich mich plötzlich ganz alleine, ohne Guide und ohne Exkursionsgruppe in dem unendlich erscheinenden Wald wiederfand, mit fremden Gerüchen, Geräuschen, Pflanzen und Tieren, war mir schon ab und zu mulmig im Bauch. Die Feldarbeit war nicht immer leicht. Ich bin teilweise physisch und psychisch stark gefordert worden, sei dies durch eine Gruppe Pekaris, die mich mit wildem Aufeinanderschlagen der Zähne am Weitergehen hinderten oder von einer 1,5 m langen Schlange, die ich übersehen hatte und die dann laut fauchend hinter mir ins Dickicht flüchtete. Ich musste lernen, während der Geländearbeit mit einigen Frustrationen umzugehen, zum Beispiel damit, dass ich nach drei Wochen täglicher Suche zu allen Tageszeiten immer noch keinen Adelphobates galactonotus zu Gesicht bekommen hatte. An manchen Tagen fiel mir das Aufstehen ganz schön schwer, doch die Forschungsfreude, endlich den heiß begehrten gelben Frosch zu finden und die unglaublich faszinierende Natur zu erkunden, zog mich förmlich aus dem Bett, noch bevor sich irgend ein Mitarbeiter der Lodge rührte.

um ins Gebiet zu kommen...

um ins Gebiet zu kommen…

Ich erinnere mich noch genau an die Glücksgefühle, die ich hatte, als ich nach 3 Wochen vergeblicher Suche endlich meinen ersten Adelphobates galactonotus gefunden hatte. Der mittägliche Regen war scheinbar gerade abgeklungen, also bestieg ich mein Kanu und begann den Fluss hoch zu paddeln. Auf halber Strecke setzte allerdings erneut ein Regenguss ein und ich hatte keine Chance, mitten auf dem Fluss an meinen Regenschutz zu kommen. Ich biss die Zähne zusammen und paddelte die letzten 15 Minuten den Fluss hinauf. Völlig durchnässt am Ufer angekommen überlegte ich mir, ob ich nicht umkehren und morgen wiederkommen sollte. Ich entschied mich allerdings dagegen und begab mich auf den 3 km langen Trail, der in mein Untersuchungsgebiet führt. Im Untersuchungsgebiet lief ich meine übliche 6 km lange Strecke ab und kroch hier und da ins Unterholz, wo ich einen vermeintlichen Froschruf hörte. Plötzlich zuckte ich zusammen, mitten auf dem Trail saß er, in voller Pracht, mein gelber Frosch, nach dem ich so lange vergebens in jedem Dickicht gesucht hatte. Vergessen die gefühlte Million von Moskitos, vergessen der süßliche Pheromenduft der Schweißbienen, der kiloschwer auf mir zu lasten schien – ich hatte meinen ersten gelben Frosch gesichtet. Er machte keinerlei Anstalten, sich auch nur einen Zentimeter wegzubewegen, wie ein echtes Fotomodell posierte er für ein paar Bilder. Erst als ich versuchte, behutsam seine Unterseite zu begutachten, war ihm das zu viel und mit einem Satz war er unter einem umgekippten Baumstamm verschwunden, von wo er sich nicht mehr herausbewegte. Angespornt durch den ersten Fund folgte ich aufmerksam dem Trail und tatsächlich konnte ich beim Abstieg noch ein Individuum entdecken. Auch dieses Exemplar machte keine Anstalten sich zu verstecken, vielmehr saß es geduckt und regungslos da, in der Hoffnung, mit seiner gelben Färbung inmitten der gelben und braunen Blätter zu verschwinden.

Adelphobates galactonotus

Adelphobates galactonotus

Insgesamt konnte ich 159 Ameerega flavopicta, 52 Ameerega picta und 21 Adelphobates galactonotus finden. Leider gelang es mir in meiner Untersuchungszeit nicht, den „Paranussfrosch“ Adolphobates castaneoticus zu entdecken.

Drei Froscharten

Drei Froscharten

Es gelang mir aber, Video- und Tonaufnahmen rufender Männchen von den beiden Ameerega-Arten zu machen, was meine Suche nach diesen zwei Arten sehr erleichterte, da die Frösche verstummen, sobald sie die Erschütterungen durch sich nähernden Schritte wahrnehmen. Durch das Abspielen der Tonaufnahmen gelang es mir jedoch, die Frösche anzulocken bzw. zum Weitersingen zu bewegen, wodurch ich sie identifizieren und kartieren konnte. Während der Kartierung zeigte sich, dass die höchste Aktivität der Ameerega-Arten am frühen Morgen zwischen 6.30 Uhr und 10 Uhr und am späten Nachmittag zwischen 16 Uhr und 18 Uhr ist.

Die erfolgreichste Zeit, auf Adelphobates galactonotus zu treffen, war stets nach einem heftigen Regenguss oder früh am Morgen, wenn es noch einigermaßen kühl und trocken war.

Das wohl bedeutendste Ergebnis ist, dass es deutliche Unterschiede in der Verbreitung von Ameerega flavopicta und Adelphobates galactonotus gibt zwischen der jetzigen Regenzeit und der Kartierung, die Martin Schlenhardt, ein früherer Praktikant von der Universität Tübingen in der Trockenzeit durchgeführt hat. Die Kartierung und Verbreitung von Ameerega picta, auf der anderen Flussseite, wurde von mir zum ersten Mal durchgeführt und kann deshalb nicht verglichen werden, allerdings liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine ähnliche Verbreitung handeln dürfte.

Das von mir an einer Catena kartierte Relief im Serra-Novo-Gebiet unterscheidet sich leicht von dem im Serra-Gebiet. Die Erhebung im Serra-Novo-Gebiet ist in etwa 40 m höher als das Serra-Gebiet. Nach dem ersten Anstieg im Serra-Novo-Gebiet auf etwa 60 m befindet man sich auf dem ersten relativ flachen Granitplateau, danach folgt etwa 20 Höhenmeter weiter relativ offener Wald. 120 m über dem Fluss schließt sich das zweite Plateau an, wo dann Ameerega picta angetroffen wurden. Beide Untersuchungsgebiete, diesseits und jenseits des Rio Cristalino, weisen ähnliche Vegetationstypen auf. Auf dem trockenen und heißen zweiten Plateau konnte ich häufig dickblättrige oder behaarte Pflanzen finden; dieser Vegetationstyp wird als Campo Rupestre bezeichnet. Häufig auf dem bloßen Fels wachsende Arten, die ich bestimmen konnte, sind Ananas ananassoides, Bromelia balansae, Bomarea edulis, Philodendron acutatum, Clusia wedelliana, Manihot anomala, Anacardium occidentale, Mimosa pudica und zwei Arten aus der Familie der Convolvulaceae sowie mehrere Orchideenarten. Nicht typisch für diesen Vegetationstyp sind Utricularia spec. und Costus scaler, die allerdings durch die großen wassersammelnden Vertiefungen im Fels auch auf dem heißen Plateau wachsen können. Die Häufigkeit von Ananas ananassoides ist im Serra-Novo-Gebiet deutlich geringer als im Serra-Gebiet, dafür ist hier aus der gleichen Familie Bromelia balansae dominanter.

Ananas ananassoides

Ananas ananassoides

Costrus scaler

Costus scaber

Bromelia balansae

Bromelia balansae

Bei den untersuchten Böden lassen sich in drei Hauptbodentypen unterscheiden. In Flussnähe findet man grauen Gleyeboden, der durch das Stauwasser des Flusses gebildet wurde und einen sehr hohen Tonanteil sowie einen stark reduktiven Charakter aufweist. Der Gleyeboden wird mit steigender Höhe durch den „klassischen“ Tropenboden, den Oxisol abgelöst. Der Boden ist orange-rot gefärbt, was auf Eisen- und Aluminiumverbindungen verweist, die durch Jahrhunderte lange Auswaschung der Minerale übrig geblieben sind. Der Boden hat nur eine wenige Zentimeter dicke Streuauflage und im obersten Horizont fast keinen Humusanteil. Die unteren Horizonte haben einen sehr hohen Tonanteil und sind sehr nährstoffarm. Am steilen Anstieg, wenn der Wald langsam niedriger wird und der Unterwuchs zunimmt, sind ziemlich unentwickelte O/C-Böden zu finden. In diesem Boden konnte ich sowohl einen sehr hohen Skelettanteil als auch recht hohen Humusanteil feststellen. Dieser unentwickelte O/C-Boden wird als Leptosol bezeichnet.

Relief

Relief

Die mit dem Datenlogger und dem Pluviometer erfassten Daten zeigen deutliche Unterschiede zwischen der Hochfläche und dem tiefer gelegenen Wald. Auf dem Granitplateau wurden im Schatten Maximaltemperaturen von 45,4°C gemessen, während im Wald nur Maximaltemperaturen von 29,7°C erreicht wurden. Die Tag- und Nacht-Differenz schwankte oben im Untersuchungsgebiet um ca. 23°C, im Wald nur um 11°C. Beim Niederschlag zeigte sich, dass im Wald im Mittel 3 mm weniger Niederschlag den Boden erreichte. Der maximale Niederschlag an einem Tag betrug 69 mm auf dem Plateau, im Wald wurden allerdings nur 49 mm in Bodennähe gemessen. Dies ist insofern von Bedeutung, weil somit auf dem Granitplateau die Vertiefungen schneller mit Regenwasser gefüllt werden und so den Pfeilgiftfröschen als Kaulquappenbecken zu Verfügung stehen.

Mit Wasser gefüllte Vertiefung auf einem Felsplateau

Mit Wasser gefüllte Vertiefung auf einem Felsplateau

Allerdings verursachen die hohen Temperaturen auf dem Granitplateau auch eine schnellere Austrocknung der kleineren Wasseransammlungen; nur die großen Pfützen trockneten während den Tagen ohne Regen nicht aus. Mehrfach konnte ich beobachten, dass die Kaulquappen in den kleinen Pfützen die Austrocknung nicht überlebten. Bei den Kaulquappen in den Bächen und in den großen Wasseransammlungen konnte eine kontinuierliche Entwicklung von kleinen Kaulquappen, über Kaulquappen mit Fußansätzen bis hin zum Jungfrosch beobachtet werden. Die ersten kleinen Jungfrösche fand ich um die Weihnachtszeit. Ich vermute, dass die starken Regengüsse im Oktober das erste Laichen ausgelöst hatten. Die Entwicklungszeit würde dann etwa 2,5 Monate betragen, was sich mit diversen Literaturangaben deckt. Da ich über einen längeren Zeitraum immer wieder kleine Kaulquappen gefunden habe, vermute ich, dass diese Pfeilgiftfrösche mehrmals im Jahr laichen, was auch von anderen Pfeilgiftfroscharten bekannt ist. Allerdings konnte ich die Kaulquappen nicht bestimmen und somit kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, von welcher Art die Kaulquappen stammen. Auf dem Plateau wurden keine anderen Amphibienarten gefunden. Die Pfeilgiftfrösche fand ich häufig unter Steinplatten nahe den Wasseransammlungen und um diese herum die Jungfrösche; deshalb vermute ich, dass die Kaulquappen von den Pfeilgiftfröschen stammen.

Kaulquappen-.Entwicklung

Kaulquappen-Entwicklung

Das wichtigste Ergebnis ist die Verbreitung der Pfeilgiftfroscharten. Während der Trockenzeit waren Ameerega flavopicta und Adelphobates galactonotus nur in einem schmalen, auf 10 Höhenmeter begrenzten Bereich zu finden.

Verbreitung während der Trockenzeit

Verbreitung während der Trockenzeit

In meiner Kartierung konnte ich Ameerega flavopicta nur im oberen Bereich auf dem Granitplateau vorfinden. Männchen waren dabei meist im umgebenden niedrigen Gebüsch anzutreffen, während die Weibchen sich unter den kleinen abgesprengten Granitplatten befanden. Aus diesen unterschiedlichen Verbreitungen schließe ich auf eine Wanderung von Ameerega flavopicta in der Regenzeit zum Granitplateau, um die Wasseransammlungen für die Kaulquappen zu nutzen. Auf der anderen Flussseite wurde Ameerega picta ebenfalls nur im oberen Bereich des Granitplateaus angetroffen. Für beide Ameerega-Arten ist das Habitat in der Regenzeit klar das offene Granitplateau mit den Wasseransammlungen und dem umgebendem Gebüsch. Die beobachtete ähnliche Verbreitung, ähnliche Lebensweise, ähnliche Färbung und das ähnliches Verhalten bestärkt die Vermutung, dass die beiden Ameerega-Arten sich aus einem gemeinsamen Vorfahren entwickelt haben könnten.

Verbreitung in der Regenzeit

Verbreitung in der Regenzeit

Erstaunlich ist hingegen die Verbreitung von Adelphobates galactonotus, der in der Trockenzeit ebenfalls nur in dem genannten schmalen Bereich zu finden war. Ihn konnte ich hingegen im kompletten Untersuchungsgebiet finden. Adelphobates galactonotus begegnete ich sowohl in unmittelbarer Flussnähe als auch mitten auf dem Plateau oder in den Bereichen dazwischen. Durch den Vergleich der Kartierungen in der Trocken- und Regenzeit kann gezeigt werden, dass Adelphobates galactonotus sich aus dem schmalen, feuchten Trockenzeit-Rückzugsgebiet in der Regenzeit ausbreiten und eine weitaus größere Fläche als Verbreitungsgebiet einnehmen.

Vergleich

Vergleich

Aufgrund dieser Verteilung ist es nicht möglich, das Habitat von Adelphobates galactonotus eindeutig zu charakterisieren oder auf bestimmte biotische oder abiotische Faktoren zurückzuführen. Es ist daher wahrscheinlich, dass Adelphobates galactonotus verschiedene Wasserstellen wie Bäche, Pfützen, am Fluss gelegene Tümpel, aber auch  wassergefüllte Paranusschalen oder Wasseransammlungen in auf dem Boden liegenden Palmblättern für die Kaulquappen nutzt. Meinen Beobachtungen zufolge befanden sich die Fundorte häufig nahe umgestürzter Bäumen oder an Felsblöcken, die Adelphobates galactonotus nachts womöglich als Rückzugsraum dienen; einmal sah ich ein Individuum sogar in einer Baumhöhle.

Die Ergebnisse, Gefühle, Gerüche, Geräusche, die unbeschreiblichen Momente, Erfahrungen und Tierbegegnungen überwiegen bei Weitem jegliche „Mühen“ oder „Entbehrungen“, die ich auf mich nehmen musste. Dieses Forschungspraktikum hat mich um so viele unvergessliche Erfahrungen bereichert und mir die immense Biodiversität vor Augen geführt, dass ich wohl mein ganzes Leben daran denken werde. Es ist mir deshalb umso unbegreiflicher, wie Menschen diese enorme Vielfalt zerstören können und so viele Arten für immer ausgelöscht werden, bevor sie überhaupt von irgendjemanden gesehen oder in der Wissenschaft beschrieben werden konnten. Ich werde nach meiner Rückkehr das Masterstudium in Geoökologie fortsetzen und ich hoffe, mich nach Beendigung meines Studiums für den Artenschutz einsetzen zu können, um meinen Teil dazu beizutragen, diese Vielfalt auch in ferner Zukunft weitmöglichst zu erhalten

Besonders bedanken möchte ich mich bei Dr. Rainer Radtke, Baden-Württembergisches Brasilien-Zentrum der Universität Tübingen, der mit seiner großartigen, 8-wöchigen Brasilienexkursion den Grundstein für mein jetziges Forschungspraktikum gelegt und mir erneut ermöglicht hat, an den Rio Cristalino zurückzukehren, um dieses Forschungspraktikum durchzuführen, wobei er mich in allen Unwegsamkeiten wunderbar unterstützt hat.

Mein herzlichster Dank gilt Frau Vitória da Riva Silva, die mir mit ihrer Gastfreundschaft und Unterstützung die Möglichkeit geboten hat, dass ich dieses Forschungspraktikum am Rio Cristalino überhaupt durchführen konnte.

Schließlich bedanke ich mich beim Universitätsbund Tübingen e. V. und der Hanns-Voith-Stiftung Heidenheim, die mich großzügig finanziell unterstützt und somit zum Gelingen meines Forschungsprojektes beigetragen haben.

Jonas Benner

Jonas präsentiert den TV-Team Frösche

Jonas präsentiert den TV-Team Frösche

Jonas präsentiert den TV-Team Frösche

Jonas präsentiert den TV-Team Frösche

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Jan, zum Zweiten. Nachdem mein Notebooks nun wieder repariert ist, kann ich euch endlich wieder Bericht erstatten. Mittlerweile ist die Filmcrew abgereist und macht nun ein paar Überflugaufnahmen in der Nähe von Manaus. Ich gehe davon aus, dass aus dem Film was wird. Denn der Filmdirektor hat 11 Jahre lang die Jacques Cousteau-Reihe gemacht. Mit etwas Glück hat es sogar einer „meiner“ Leuchtkäfer in den Film geschafft.
Von der Lampyriden-Jagd kann ich berichten, dass die Sammlung langsam wächst und fehlende Paare gefunden wurden. Die Sammlung bleibt dann hier an der Cristalin-Stiftung FEC.  Nicht jede nächtliche Sammelaktion ist von Erfolg gekrönt. Oftmals gehen stets die selben Arten ins Netz oder ich gehe komplett leer aus. An solchen Nächten glaubt man, die Leuchtkäfer spielen mit einem und amüsieren sich über die ständigen Richtungsänderungen des „Jägers“, der da im Dunklen herumirrt. Man fühlt sich jedoch ziemlich stolz, wenn dann doch endlich eine neue Art ins Netz geht. Hier kann ich sagen, dass das Auffinden und Sammeln weiblicher Leuchtkäfer seine ganz eigenen Herausforderungen birgt. Nicht nur, dass sie extrem scheu sind und einen im Dunkeln zu sehen scheinen, ist es bei ihnen auch wichtig, im richtig Zeitpunkt zu erscheinen. So fand ich die Weibchen zweier Arten an Orten, wo ich bisher nur Männchen gefunden hatte. Das mag dem einen oder anderen logisch erscheint: „ Wo männliche Individuen sich aufhalten, da sollte das Weibchen nicht weit sein.“  Doch weit gefehlt. Die Männchen einer Art (ich nenne sie mal Art 1, da ich sie erst noch bestimmen muss) leuchten von 20 Uhr bis 21:30 Uhr, die Weibchen hingegen erscheinen erst gegen 1 Uhr bis 2 Uhr in der Früh. Eine möglich Erklärung wäre natürlich, dass während der „rush hour“ gegen 20:30 Uhr das im zahlreichen Aufblinken der Männchen das Leuchten der Weibchen vom Beobachter, also mir, nicht erkannt wird.
Neben dem Sammeln versuche ich immer Fotos von den Lampyriden zu machen. Letztendlich soll für die FEC ja eine Präsentation entstehen. Dabei kommt es zu interessanten Aufnahmen, z. B. von einer Schnecke, die versucht, vor einer Lampyriden-Larve zu fliehen oder von Schnellkäfer-Larven der Art Pyrearinus termitilluminans COSTA 1982 (Elateridae), die sich in Termitenhügeln vergraben und von dort aus Termiten und Ameisen erbeuten. Diese Schnellkäferlarven ragen dabei aus ihrem Höhlennetzwerk, das sich nur in der äußeren Schicht des Hügels erstreckt, heraus und locken durch langanhaltendes Leuchten ihres Prothoraxes ihre Beutetiere an. Das Interessante ist, daß sie damit die gesamte Umgebung beeinflussen und so ein eigenes Mikro-Ökosystem aufbauen. Durch die Reste der erlegten Ameisen und Termiten werden wiederum andere Kommensalen angelockt (unter anderem auch Skorpione, Spinnen, Diplopoden, Chilopoden sowie Frösche), die davon profitieren. Das hat wiederum zur Folge, dass deren Prädatoren, wie z. B. Vögel ebenfalls angezogen werden und mitgeschleppte Pflanzensamen in der Umgebung verbreiten.
Zum Bild mit der schneckenjagenden Lampyriden-Larve. Schnecken gehören offensichtlich zum Beutespektrum von Leuchtkäfer-Larven. Ebenso gehören Regenwürmer und frisch-totes Getier dazu, aber bei einigen Lampyriden-Arten auch weiche Früchte. Da das Erbeuten von Fallobst und leblosen Tieren nicht wirklich trickreich erscheint, ist im Gegenzug das „Niederreißen“ von noch lebenden Schnecken um so spannender!
Die Jagd beginnt wie in jedem guten Thriller mit dem Aufspüren des Opfers über dessen Fährte. Bei Schnecken ist das deren Schleimspur, die für Lampyriden-Larven über ihre Maxillarpapillen bis zu eineinhalb Tage aufspürbar ist. Die Aufholjagd selber ist, da es sich bei dem Opfer nun mal um eine Schnecke handelt, nicht wirklich von langer Dauer.  Die Maxillarpapillen sind dabei so sensitiv, dass die Larven in der Lage sind, an der Zusammen-setzung des Schleims zu erkennen, wo sich Vorderteil und Hinterteil der Schnecke befinden.  Die Larve besteigt dann die Schnecke über ihr Haus bis sie direkt über der Häuschenöffnung ist. Dort verharrt die Larve darauf wartend, daß die Schnecke herauskommt, um sich weiter fortzubewegen. Die Spannung ist auf dem Höhepunkt, denn darauf hat die Larve gewartet – sie schlägt ihre Mandibeln in die Schnecke. Diese sind zum Leidwesen der Schnecke mit einem Kanal durchsetzt, der direkt mit dem Mitteldarm der Larve verbunden ist. Damit ist die Larve in der Lage bei einem Biss Mitteldarmsekret in ihre Beute zu injizieren.
Das Zubeißens selber erfordert von der Larve eine gewisse Präzision, da das injizierbare Sekret nur begrenzt vorrätig ist. Der richtige Ort des Bisses liegt im Nackenbereich der Schnecke. Dort kann das Sekret die höchste Effizienz erreichen. Die zwei Ganglien der Schnecke zersetzen sich zu sprichwörtlichem Brei. Das erste Ganglion ist das Cerebralganglion, das Gehirn der Schnecke. Das zweite Ganglion ist das Pedalganglion, welches für die Kontrolle des Fußes der Schnecke verantwortlich ist. Während der Verwandlung der Ganglien von erkennbarer Zellstruktur zu undefinierbarer Masse versucht die Schnecke vor der Bedrohung, so schnell wie es ihr möglich ist, zu fliehen. Dabei gerät das Schneckenhaus in starke Seitenlage, die normale Verfolger auf dem Dach abschütteln würde. Die Lampyriden-Larven sind jedoch für solche Fälle besten vorbreitet bzw. ausgestattet. Neben Einzelkrallen an den Beinen besitzen sie zusätzlich ein recht effektives Organ am Abdomen (genauer am 10. Abdominalsegment), das sogenannte Pygopodium. Ein recht faszinierendes Anhängsel des Körpers, das den Larven dabei hilft, sich an dem Haus der Schnecke fest anzuhaften (für mehr Information dazu verweise ich gern auf meine Bachelorarbeit – sonst artet das hier noch aus). Mit Hilfe solcher „Tricks“ fällt es den Schnecken relativ schwer, den fest geklebten Prädator auf dem „Rücken/Haus“ los zu werden. Erkennt dies nun auch die Schnecke, beginnt sie die letzte Möglichkeit ihrer Defensivmaßnahmen einzusetzen: Schleim…und zwar jede Menge davon. Bei den meisten Bedrohungen ist diese Maßnahme sehr erfolgreich, wie zum Beispiel gegen attackierende Ameisen, jedoch völlig nutzlos gegen Lampyriden-Larven. Mit dem zunehmenden Zerfall der Ganglien geht eine Reduzierung der Herzfrequenz einher, die letztendlich zum Herzstillstand führt. Für die Lampyriden-Larve bedeutet das aber, das nun ein reichhaltiger Tisch endlich gedeckt ist. Mahlzeit!
Damit die Geschichte komplett erzählt ist, möchte ich hier noch auf ein interessantes Verhalten nach dem Fressen verweisen. Das Vertilgen einer Schnecke hat für Insekten häufig recht unangenehme Folgen, da nicht nur der „Mundraum“ verschleimt ist, sondern der gesamte Körper. Das zuvor für bessere Haftung nützliche Pygopodium, erweist sich nun als hilfreiches Putzorgan. Dazu zieht die Larve das Pygopodium wie einen Lappen über den gesamten Körper und befreit sich damit elegant  vom störenden Schleim.

_DSC1067-1_JanWoyzichovski Lampyriden-Larve erbeutet Schnecke

_DSC1934-1_JanWoyzichovski Elateriden-Larve in Termitennest

_DSC2102-1_JanWoyzichovski Termitennest mit leuchtenden Elateriden-Larven

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Jan hat Computerprobleme. Daher ein Kurzbericht ohne Fotos.

Es finden sich allerlei bemerkenswerte Leute am Rio Cristalino ein. Zuletzt war eine Filmproduktionsfirma da, die den ersten Kinofilm über Amazonien in 3-D drehen. Jan wurde gebeten,  Insekten aufzuspüren,  die dann in Szene gesetzt werden. Das Kinoprojekt ist ein gemeinsames Projekt der französischen Biloba Films und Gedeon und der brasilianischen Gullane Filmes Unternehmen.

Zeitgleich traf auch Araquém Alcântara ein. Er ist der Tierfotograf, der alle brasilianischen  Nationalparks aufsuchte. Am bekanntesten ist sein Buch „Terra Brasil“ von 1998. Schaut euch hier mal seine Fotos an. Oder zur Weitersuche hier.

Wiederholt trifft man am Cristalino auch Edson Endrigo an. Er hat sich mit seinen einzigartigen Vogelaufnahmen einen Namen gemacht. Die meisten Fotos seines „Aves da Amazônia“ stammen von hier. Letztes Jahr traf ihn R. Radtke an der Lagoa do Peixe in Südbrasilien.  Interviews  und Fotos von ihm unter:

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RR

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Mit dem Beginn der Regenzeit im November ändern sich auch Teile der  Flora und Fauna im Regenwald. Verschiedene Tiere und Pflanzen machen sich rar und im Gegenzug präsentieren sich andere nun auch dem sonst
unaufmerksamen Auge. Nun bin ich im Regenwald in der Rio Cristalino Jungle Lodge. Mein Name ist Jan Woyzichovski, und ich mache hier ein Praktikum. Das besondere an der ganzen Geschichte ist letztendlich der Ort: Mitten im Regenwald Amazoniens, unweit von Alta Floresta, nördliches Mato Grosso, Brasilien. Hier erhebe ich für die Cristalino Foundation Daten über verschiedene Leuchtkäferarten (Lampyridae). Ziel ist es, die Ökologie und Lebensweise der hiesigen Leuchtkäfer so für die Stiftung aufzuarbeiten, dass sie hier am Rio Cristalino interessierten WissenschaftlerInnen und ÖkotouristInnen zu präsentieren sind.

An dieser Stelle will ich auf die Berichte und Erfahrungen meiner beiden VorgängerInnen verweisen, Caroline Schneider und Martin Schlenhardt, die mir während der Vorbereitung mit Rat und Tat zur Seite standen. Das ganze Praktikumsprogramm jedoch wird allein von zwei Personen getragen: von Dr. Rainer Radtke, Baden-Württembergisches Brasilien-Zentrum an der Universität Tübingen, und der Grundbesitzerin des Schutzgebiets Rio Cristalino, Vitoria da Riva.  Das  Schutzgebiet umfasst etwa 12.000 ha Regenwald und stellt sich bisher der Abholzungsfront erfolgreich entgegen. Innerhalb des Gebietes fließt der schwarze Rio Cristalino, der seinem Namen trotzt und eher trüb dunkel erscheint, was auf verrottende Laubblätter und die freigesetzten Huminsäuren zurückzuführen ist. Wie in nahezu jeden Regenwald findet man dort eine hohe Anzahl an Tieren, Pflanzen und Pilzen, was mich schon immer
fasziniert hat und stillschweigend beneidete ich die Personen, die dort leben, ich gönne es ihnen.

Aus diesem Grund nahm ich vor fast einem Jahr an der Exkursion nach Brasilien teil und „verguckte“ mich in das Land. Hauptsächlich natürlich in die Natur, aber auch in das Essen. So schön die Exkursion auch war, so kurz waren die vier Wochen doch. Und ich erhielt viele Einblicke, die ich gern vertiefen wollte. Zurück in Tübingen fand ich mich wieder in meinem kleinen Zimmer und kämpfte mit den alltäglichen Problemen eines Studenten. Bei Seminarvorträgen am Federsee und in Tübingen präsentierten die TeilnehmerInnen ihre persönlichen Highlights. Am Federsee fragte mich Rainer dann, ob ich denn keine Lust hätte für zwei bis drei Monate in der brasilianischen Botanik zu leben. Und so wache ich jetzt seit dem 30.12. jeden Morgen schweißgebadet auf und grüße jeden, der mich erblickt mit „Bom dia!“ und schlendere zum nächst besten Kaffeebecher.

Die ersten Insekten habe ich bereits vor mir, manche die zu meinem Arbeitsthema gehören, andere, die ebenfalls meine Neugier weckten. Was ist denn mein Arbeitsthema? Ich stelle mir vor, eine allgemeine Bestandsaufnahme der hiesigen Leuchtkäfer durchzuführen. Weltweit sind heute rund 2.000 Arten von Leuchtkäfern, Familie Lampyridae, bekannt. In Deutschland kennt man lediglich drei Arten, davon ist wohl der große Johanniskäfer oder Lampyris noctiluca der bekannteste. Allgemein zeichnen sie sich durch ihr faszinierendes Leuchtvermögen aus. Interessant ist dabei, dass sämtliche Entwicklungsstadien des Insekts leuchten können, selbst die Eier, wenn auch nur kaum wahrnehmbar. Das Phänomen ist, grob gesagt, eine Reaktion zwischen zwei Substanzen: Luciferin und Luciferase. Beide Stoffe sind sowohl art- als auch taxonspezifisch, wirken jedoch immer wieder nach den gleichen Prinzipien. Luciferin ist Träger der Energie, die benötigt wird, um letztendlich Licht zu erzeugen. Unter Verwendung von Sauerstoff und Anwesenheit von Calciumionen oxidiert Luciferin zu sogenannten Dioxetanen. Dieser Vorgang braucht jedoch einen Katalysator, der die Reaktion kontrolliert und abstimmt, die Luciferase. Die Dioxetane, die Endprodukte dieser Reaktion zerfallen und geben neben Kohlendioxid auch Energie ab – dies in Form von Licht. Unterschiedliche Farben des Lichtes werden durch unterschiedliche Luciferasetypen erzeugt, die andere Dioxetane erzeugen und somit bei Zerfall leicht anders gespeicherte Energie und somit andersfarbiges Licht freigeben. Aber meine Aufgabe besteht nicht nur darin, die Insekten zu suchen, zu finden, zu identifizieren und zu präparieren, sondern auch darin, sie und ihr Leuchtverhalten zu beschreiben und zu illustrieren.

Es ist nun der 15.1.2013 und der vierte Tag in Folge, dass es durchgehend regnet. Nun ahne ich, warum die Regenzeit so heißt, wie sie heißt. Interessant ist, wie der Regen sich über den Tag verteilt. Anfangs gab es einmal am Tag, meist gegen Mittag, einen kurzen Schauer, der ein bis zwei Stunden anhielt. Nun aber, seit es 24 Stunden durchregnet, merke ich, dass dieses Phänomen weiterhin präsent ist. Und so regnet es zuerst „Bindfäden“, dann aber wie aus „Eimern“. Im Camp wird  nichts mehr trocken und ich habe Angst um meinen Gürtel. Was zuvor glänzendes, braunes Leder war, ist nun von einem weiss-grünen Flaum überzogen. Kaum abgewischt, ist er wieder da, der Flaum.

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Mein Arbeitsgebiet: der Rio Cristalino

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Vieles lebt im Verborgenen: links ein Mittlerer Ameisenbär, rechts das Ziel meiner Untersuchungen, ein Leuchtkäfer.

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Heute soll es auf den Serra Trail, zu Englisch Hill Trail gehen. Ich habe die Abfahrt auf sechs Uhr festgelegt, denn es ist zum einen sinnvoll die morgendliche Kühle voll aus zu nutzen, zum andern ist es schön, die Stimmung dieser Tageszeit voll und ganz war zu nehmen.

700 Meter Wegstrecke vom Anlegeplatz zum 80 Meter höheren Aussichtspunkt. Uns erwartet ein phantastischer Anblick. Diese urige Welt liegt umhüllt von dicken Nebelschwaden vor uns ausgebreitet dar. Nur langsam bewegen sich diese zu immer neuen Formationen. Sie aggregieren und teilen sich immer wieder von neuem, so dass sich die Szenerie fortwährend ändert.

Im Crescendo der Vogelgesänge steigt die Sonne über die Anhöhe und bescheint den Wald unter uns. Die Nebelschwaden lösen sich auf und geben den Blick auf die zuvor verhüllte Landschaft frei. Wir können den Fluss unter uns erkennen und wer gute Augen hat sieht auch den alten Aussichtsturm.

Das Geschrei der Aras hallt über unseren Köpfen als diese, dieses überwältigende Schauspiel komplettieren. Alfredo selbst meint, er sei noch nie so früh morgens hier gewesen um das Schauspiel so ausführlich zu genießen. Nur allzu bald wird es den Besuchern zu heiß und wir ziehen weiter.

Die Landschaft hier unterscheidet sich völlig von dem 80 Meter tiefer liegenden Flachlandregenwald. Wir streifen durch die Campo Rupestre da Amazônica, eine felsige Landschaft mit Kuriositäten wie der wilden Ananas, eine Bromelie. Das Campo zeichnet sich generell durch eine lichtere Vegetation aus. Man findet viele verschiedene Vertreter der Bromelien, Orchideen, Mimosen, Begonien und Araceen.

Ich kann nicht beurteilen, ob in diesem Habitat tatsächlich mehr Vögel leben oder ob man diese auf Grund der Überschaubarkeit des Geländes häufiger erblickt. Für den Besucher ist dies jeden Falls eine wunderbare Gegend, um Vögel zu beobachten.

Nur 30 Meter entfernt von uns sitz ein Königsgeier (Sarcoramphus papa) mit schwarz weißem Gefieder. Seine Körperhöhe mit bis zu 80 cm erreicht zwar nicht die eines 20-30 cm größeren Andenkondors, trotzdem ist er unter den Geiern des Amazonas (Cathartidae) der unangefochtene König. Wieder einmal bedaure ich mich selbst, denn das Objektiv meiner Kamera erfüllt leider bei weitem nicht die Anforderungen eines Naturfotographen. Schwamm drüber, gesehen und schlecht fotografiert ist besser als nicht gesehen und nicht fotografiert!

Früh sind wir zurück am Boot mit allzu erschöpften Touristen, die konstant über die Hitze klagen. Es scheint, als ob ich mich nun doch endlich akklimatisiert habe!

Caro

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Heute waren wir nur bis um zehn Uhr im Wald. Raphaela wird heute Nachmittag abreisen, und wir wollen noch unsere Daten besprechen.

Vor dem Mittagessen allerdings, gehe ich mit Leandro, Jorge, Raphael und dem Sohn von Francesco in den Wald, zurück zum Fundort der Faultierhinterlassenschaften.

Was für ein Tempo kann ich nur sagen! Länger als die ein-zwei Stunden hätte ich das nicht durchgehalten. Aber ich habe, was ich will. Einen Trail bis zum Fundort und auch, wenn wir dieses Mal kein Faultier gesehen haben – ich werde alles daran setzten, den Eigentümer dieser Haare zu finden.

Ich hoffe, nach Weihnachten einen der Guides dazu überreden zu können, früh morgens aufzubrechen. Diese Tiere verbringen die meiste Zeit ihres Lebens im Geäst der Bäume. Sie hängen mit dem Rücken zum Abgrund, gut getarnt durch eine Symbiose mit grünen Algen im Fell. Es wird also schwer sein, das Faultier zu entdecken, aber wenn es dann so weit ist – Rainer ich werde an dich denken! Denn die Exkursion hat seit Beginn im Jahre 1989 weder am Cristalino noch sonst wo je ein Faultier aufgespürt.

Caro

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