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Posts Tagged ‘Leontopithecus rosalia’

Heute besuchten wir wieder die Reserva de Poço das Antas, in der sich die NGO Associação Mico-Leão-Dourado (AMLD) seit 40 Jahren für den Erhalt der nach wie vor gefährdeten Goldenen Löwenäffchen (Leontopithecus rosalia) einsetzt.

Wir wurden im Gelände zu einer der habituierten Gruppen geführt, wo wir Details zur Biologie, insbesondere zum Sozialverhalten der Art erläutert bekamen.

Besendertes Männchen

Weibchen mit Jungtier

Im selben Gebiet leben auch Hybriden von Krallenäffchen (Callithrix jacchus × penicillata) als direkte Konkurrenten der Art.

Der Ausbau der BR 101 zu einer vierspurigen Schnellstraße zerschneidet zunehmend die ohnehin kleinen Habitatfragmente im Küstenregenwald. Aufgrund hartnäckiger Bemühungen der AMLD soll aber bald mit dem Bau von zunächst einer Grünbrücke begonnen werden. Die Straße wird durch Maut finanziert.

Auch die Kosten der Grünbrücke sollen auf die Maut umgelegt werden, was von diversen Zeitgenossen natürlich der der Tierart und nicht dem ökologisch schwerwiegenden Eingriff angelastet wird. Leider bewirkt auch die aktuelle Gelbfieberepidemie völlig zu Unrecht die Förderung von Antipathien für Primatenarten, sind die diversen Arten doch ebenso Opfer und nicht Verursacher der Krankheit.

Luís Paulo Marques Ferraz erläutert in der Station Poço das Antas Neuigkeiten zum Schutz der Goldenen Löwenäffchen

Geländekäufe und zahlreiche weitere Verhandlungen sollen erreichen, dass nicht nur für das Goldene Löwenäffchen ein zusammenhängender Lebensraum entwickelt werden kann.

Über unseren Besuch im Jahr 2014 gibt es inzwischen einen Film. Auch auf unserem YouTube-Channel.

In dem besuchten Waldstück fanden wir eine eigenartige Zikadenlarve:

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Ja, wer hat die Kokosnuss geklaut???

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Heute fuhren wir bei Sonnenwetter zu den Goldenen Löwenäffchen (mico-leão-dourado, Leontopithecus rosalia), etwa 1,5 Stunden Fahrzeit ostnordöstlich von Rio.

In den 1960er Jahren war die Population auf etwa 200 Tiere geschrumpft, weshab Zoologen Alarm schlugen. Seit den 1970er Jahren bemühen sich diverse Organisation um den Schutz der Art und ihrer Lebensräume, seit 1992 wird die Arbeit von der Associação Mico-Leão-Dourado (AMLD) koordiniert.

Wir wurden von Oberlan und Bragança zu einer der beiden für Demonstrationszwecke habituierten Gruppen geführt, die zudem in dem dichtwüchsigen Küstenregenwaldrest beinahe nur per Peilsender aufzufinden sind.

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Die Tiere werden mit Bananen angelockt und kommen recht nah an uns heran. Dies ist eine Methode, einen kleinen Teil der durch die Schutzmaßnahmen inzwischen auf 3200 Tiere angewachsenen Gesamtpopulation interessierten BesucherInnen näher zu bringen und durch die unmittelbare Beobachtung Sympathiewerbung zu machen.

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Im Anschluss erläuterte uns Luís Paulo Marques Ferraz in der Station Poço das Antas die aktuellen Strategien zum Schutz der Art.

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Das größte aktuelle Problem ist, dass die Straße BR 101 die Teilpopulationen trennt und zudem derzeit vierspurig ausgebaut wird. Die Diskussion um Grünbrücken ist hier sehr zäh und war bislang nicht von Erfolg gekrönt (in Baden-Württemberg trägt immerhin der sogenannte Generalwildwegeplan dazu bei, kritische Stellen insbesondere bei Straßenbauvorhaben aus Sicht des Artenschutzes zu bewerten und ggf. entsprechende Kreuzungsmöglichkeiten einzuplanen).

Wir überreichten Fotos von unserem letzten Besuch vor zwei Jahren. Und wurden auf Facebook verlinkt.

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Erneut besuchten wir die Goldenen Löwenäffchen (Leontopithecus rosalia), die von der Associação Mico-Leão-Dourado betreut werden. Die Fragmente des Küstenregenwaldes liegen etwa 2 Fahrstunden nordöstlich von Rio de Janeiro.

Die Associação Mico-Leão-Dourado verfasste bei facebook einen Bericht über unseren Besuch.

Ruan Azevedo hielt uns einen Vortrag über das Schutzprojekt.

Ruan Azevedo hielt uns einen Vortrag über das Schutzprojekt.

Die habituierte Gruppe der Tiere wurde dieses Mal nicht wie in den Jahren zuvor mit Bananen angelockt, sondern suchte sich die Nahrung selbst. Dabei konnten wir unter anderem beobachten, wie ein Tier einen Frosch aus der bodennahen Laubstreu aufnahm und fraß.

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Bei regnerischem Wetter hatten wir heute das interessante Erlebnis, eine Gruppe der Goldenen Löwenäffchen (Leontopithecus rosalia) zu beobachten.  Wir wurden von MitarbeiterInnen des Reserva Biológica de Poço das Antas durch den Wald geführt, wobei ein mit einem Halsbandsender versehenes Tier und damit die kleine Gruppe mit einer Antenne aufgespürt werden konnten.

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Die Gruppe lebt wild in diesem winzigen Fragment der Mata Atlantica, ist aber an Menschen gewöhnt und dient immer wieder zur „Vorführung“ und damit auch zur Sympathiewerbung für das erfolgreiche, aber weiterhin auf massive Unterstützung angewiesene Schutzprojekt.

Wir standen also im Regen, während zahlreiche Tiere um uns herumwuselten, zuweilen schrille Rufe ausstoßend. Dazwischen kletterten auch Abkömmlinge von ehemals ausgesetzten Büscheläffchen (Callithrix jacchus, C. penicillata), die aufgund ihrer ähnlichen Lebensweise, aber größeren Robustheit für die Löwenäffchen problematische Konkurrenten sind, durch die Bäume.

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Ein Kameramann von GLOBO TV schoss zeitgleich ein paar Szenen.

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In einem Vortrag eines Mitarbeiters der wissenschaftlichen Station wurde unter anderem auf die Bedrohungen der Art durch Fragmentierung des Lebensraums hingewiesen. In der uns vorgeführten Animation stellen die roten Flächen Siedlungen dar:

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Nach einem Gruppenfoto mit dem Team der Station überreichte Rainer auch hier ein Exemplar der Broschüre über die Fritz-Müller-Ausstellung.

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Vielleicht wird das Tier in der Mitte  ja Logo der Olympischen Spiele 2016! Unterstützung ist unter Facebook oder Twitter möglich.

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