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Archive for September 2013

Am Sonntag, den 29.09.2013 beginnt das von der Universität UFOPA in Santarém, bw-i in Stuttgart, sowie dem Brasilien-Zentrum in Tübingen organisierte 6. Deutsch-Brasilianische Symposium zu „Nachhaltiger Entwicklung“.

Presseartikel

Santarém ist doch ganz schön weg von allem.

Santarém ist doch ganz schön weg von allem (Strassenkilometer).

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Aras am Rio Tapajós

Aras am Rio Tapajós

Santarém liegt am Zusammenfluss des Rio Tapajós und des Amazonas. So ist es dann doch auch wieder. Vor einem halben Jahr mit den Studenten noch am Rio Cristalino, der nahe der Lodge in den Rio Teles Pires fließt, sich dann mit dem Rio Juruena zum Tapajós verbindet und sich hier in Santarém mit seinem grünen Wasser mit dem milchkaffeefarbenen Amazonas vereint.

Nein, es ist keine neue studentische Exkursion, es ist ein Besuch auf traditionsbewegtem Biologenboden. Spix und Martius waren hier (19. -23.9. 1819), am 1.7.1828 war es Hercules Florence, Expeditionsmaler bei der Langsdorff-Expedition (1822-1829), Alfred Wallace und Henry Bates (1839) sowie u.a. der deutsche Arzt Robert Christian Barthold Avé-Lallemant (1859).

Die Kirche war anscheinend das erste Gebäude in Santarém. Die Jesuiten bauten sie, ganz im katholischen Sinne, auf einen Friedhof der hier ansässigen Indianer. War ja auch sonst kein Platz da.

Kirche in Santarém

Kirche in Santarém

Im Hafen von Santarém

Im Hafen von Santarém

Im Hafen von Santarém

Im Hafen von Santarém

Harpyie im Zoo von Santarém

Harpyie im Zoo von Santarém

Venezuela-Amazone (Amazona amazonica) am Rio Tapajós

Venezuela-Amazone (Amazona amazonica) am Rio Tapajós

Venezuela-Amazone (Amazona amazonica) am Rio Tapajós

Venezuela-Amazone (Amazona amazonica) am Rio Tapajós

Spix und von Martius waren bei der Anreise nach Santarém auf dem Amazonas gekentert. Aus Dankbarkeit, dass sie gerettet überlebten, liess von Martius nach der Rückkehr nach Erlangen ein Kreuz anfertigen, das er in die Kirche Nossa Senhora do Conceicão am Hafen schickte.

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Kirche Nossa Senhora do Conceicão

Gedenktafel

Gedenktafel

Auf der Suche nach den Flussdelphinen sehe ich Hoatzins. Der Hoatzin (Opisthocomus hoazin), auch Schopfhuhn oder Stinkvogel genannt, ernährt sich von Blättern, die er ähnlich Wiederkäuern verdaut. In der Literatur wird beschrieben, dass sein Fleisch deswegen stinkt und nicht verzehrt wird. Das ist am Tapajós definitiv anders. Hier wird er gejagt, dann wird ihm das „Fell über die Ohren“ gezogen und die Haut entfernt. Daraufhin wird der Vogel im Kräuterbad
gewässert und zubereitet.

Hoatzin (Opisthocomus hoazin)

Hoatzin (Opisthocomus hoazin)

Hoatzin (Opisthocomus hoazin)

Hoatzin (Opisthocomus hoazin)

Auf meiner Suche nach den beiden im Amazonas vorkommenden Delfinarten (Inia geoffrensis und Sotalia fluviatilis) war auf dem Tapajós, rund 1.000 km von der Mündung des Amazonas in den Atlantik, die Flut stark wahrzunehmen.

Immerhin gesichtet: Inia geoffrensis

Immerhin gesichtet: Inia geoffrensis

Auf dem Fischmarkt in Santarém

Auf dem Fischmarkt in Santarém

Auf dem Fischmarkt in Santarém

Auf dem Fischmarkt in Santarém

So entspannen die urbanen Einheimischen am Tapajós.

So entspannen die urbanen Einheimischen am Tapajós.

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Fordlândia, Pará

Ankunft in Fordlândia. Im Vordergrund Scherenschnäbel (Rynchops niger), im Hintergrund der typische Wasserturm aus den 1920er Jahren.

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Henry Ford war seinerzeit der reichste Mann der Welt. Er produzierte alle Teile für seine Fordautomobile selbst – bis auf den Kautschuk für die Reifen. Der Kautschukmarkt lag zu jener Zeit in den Händen der Engländer. Ford wollte sich davon unabhängig machen und begann 1927 eine Kautschukplantage auf 10.000 Quadratkilometern Land, zuerst in Fordlândia, danach flussauf in Belterra, zu installieren. Wie am von ihm selbst entwickelten Fließband fällte Henry Ford jedoch bei der Umsetzung seines Traums laufend Fehlentscheidungen, die das brasilianische Kautschukabenteuer zum Himmelfahrtskommando werden ließen.

Fordlândia

Fordlândia

Junkers, Made in Germany

Junkers, Made in Germany

Fordlândia

Fordlândia

Fordlândia

Fordlândia

So wollte Ford gern das amerikanische Leben in den Urwald Amazoniens übertragen. Das fing mit dem Alkoholverbot an, was die Arbeiter zwang, mit dem Kanu über den Tapajós überzusetzen und im (Schnaps-)laden bei „seu Franco“ einzukaufen. Bordelle waren in Fordlandia ebenfalls nicht erwünscht, also fuhr man auf die Ilha dos Inocentes, die Insel der Unschuldigen. Gesund ernähren sollten sich die an Reis und Bohnen gewöhnten Kautschuksammler auch. Zuerst gab es täglich Naturreis, Haferbrei und Dosenpfirsiche, als dann zum Entsetzen aller noch Sojasuppe dazu kam, reichte es den Arbeitern und sie schlugen zuerst die Kantine kurz und klein, danach Teile Fordlândias. Ein Einstieg in die ganze Geschichte bei wikipedia.

Um an Zuckerrohrschnaps oder Bier zu kommen, mussten die Arbeiter und Kautschuksammler den Tapajós rudernd überqueren und bei der Familie Franco einkaufen, die sich nicht im Einflußbereich von Ford befand:

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Amerikanischer Sarg in den Industrieruinen

Amerikanischer Sarg in den Industrieruinen

Fast zu Staub gewordene Samenkapseln. Es sind keine Paranüsse wie überall zu lesen ist.

Samenkapseln

Samenkapseln

„Seu Raimundo“ kam mit 7 Jahren nach Fordlandia und erlebte den Untergang:

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Das Ende Fordlândias endete auch hier. Und all das wegen des Kautschuks.

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Das Zebu Hotel, das schon bessere Zeiten gesehen hat:

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Schulboot statt Schulbus ist da angesagt, wo der Fluss die Hauptverkehrsader ist:

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São Paulo

Auf dem Flughafen von São Paulo kann man bei Nichtgefallen offensichtlich sein Baby tauschen.

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