Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for März 2016

Am 12.4.1996 wurde Pró-Mata, die gemeinsame Forschungsstation der Universität Tübingen und der Tübinger Partneruniversität PUCRS, eingeweiht. Seit Dienstag sind wir TübingerInnen zum 14. Geoökologischen Gelände-Praktikum hier im Araukarienwald.

IMG_0231-1 IMG_0234

Dr. Martin Ebner erläutert im Schatten vor der brasilianischen Sonne die landschaftliche Situation in der Umgebung der Forschungsstation.

IMG_0241 IMG_0244

 

Read Full Post »

Nach der Präsentation einiger Kleinprojekte, hieß es von der Serra Bonita Abschied nehmen.

DSC04024 DSC04029_a

Abreise von der Serra Bonita mit dem von der UESC zur Verfügung gestellten Bus. Dafür herzlichen Dank! Ankunft an der Reserva Michelin.

DSC04032 DSC04037

Von Camamu aus erschlossen wir uns das Ökosystem Mangrove und danach in Barra Grande ein Rotalgenriff.

DSC04039 DSC04047

Ilhéus ist die Stadt von Jorge Amado. Das Wohnhaus von Amados Eltern mit Statue. Und nur die Eingeweihten wissen, wo wir da waren.

DSC04067 DSC04068 DSC04073 DSC04075

Ilhéus ist das brasilianische Zentrum guter Schokolade, wie wir ja auch letztes Jahr erfahren konnten.

DSC04074

 

Read Full Post »

IMG_0193-RR

Amazona rhodocorytha

IMG_0206-RR


Selenidera maculirostris, f

IMG_0214-RR

Selenidera maculirostris, f

IMG_0210-RR

Selenidera maculirostris, m

IMG_0218-RR

Selenidera maculirostris, m

IMG_0185-RR

Ramphastos vitellinus

Heute soll es zum Abschluss auf der Serra Geral ein bescheidenes Churrasco geben. Aber wir haben Konkurrenz bekommen. Tukane brauchen nicht nur Obst, sondern auch fleischliche Nahrung – sonst tot. Er inspiziert die Vorräte und entscheidet sich zu guter Letzt für eine Wurst.

IMG_0171-RR IMG_0173-RR IMG_0181-RR

Read Full Post »

Die Biodiversität von Serra Bonita zeigt sich bereits um die Unterkünfte herum. So kann man bereits auf der Terrasse  bei einer Tasse  Kaffee, während auf den Sonnenaufgang gewartet wird,
Fledermäuse beim Zuckerwasser trinken beobachten,  welche durch die Kolibris bei den ersten Sonnenstrahlen abgelöst werden. Hier werden an bestimmten Ecken Vögel mit Bananen angelockt, so dass sich in ihrem Federkleid das ganze Spektrum an Farben betrachten lässt. Auf dem Weg zur Mädchenunterkunft kann man mit wenig Glück eine teller-große Vogelspinne entdecken und Tukane am Wegesrand beobachten.  Am Eingangsbereich der Mädchenunterkunft lebt der Papagei Lora, der öfter mal ein Liedchen trällert und es tummeln sich Prachtbienen, Wespen,
Schmetterlinge und Kolibris an den Blumenbüschen. Zu hören und zu sehen sind auch Specht und Singvögel, welche Zikaden und Libellen im Flug fangen. Mit viel Glück wird man durch den Gründer Vitor auf Kapuzineraffen im Wald aufmerksam gemacht, welchen man in den Dschungel  hinterher pirscht um sie beim Jack-Frucht essen zu beobachten. Nach Sonnenuntergang lassen sich bei der Jungsunterkunft Motten, die vom Licht angelockt werden, beobachten und mit sehr viel Glück zeigt sich auch die Bothrops im Gebüsch. Hier wurde auch ein Beuteltier im Badezimmer entdeckt.

FB_IMG_1459610065533_LauraWarmuth

Papagei Lora (Amazona rhodocorytha)

FB_IMG_1459610072532_LauraWarmuth

Papagei Lora (Amazona rhodocorytha)

FB_IMG_1459610062243_LauraWarmuth

Vogelspinne

FB_IMG_1459610095004_HeleneEckstein

Tangara seledon

FB_IMG_1459610103933_HeleneEckstein

Pyrrhura frontalis

FB_IMG_1459610107470_HeleneEckstein

Chlorophanes spiza

FB_IMG_1459610111446_HeleneEckstein

Piculus flavigula

FB_IMG_1459610124728_HeleneEckstein

Euphonia violacea

FB_IMG_1459610127899_HeleneEckstein

Thalunaria glaucopis

FB_IMG_1459610131140_HeleneEckstein

Monodelphis americana

FB_IMG_1459610114554_HeleneEckstein

Sapajus xanthosternos

FB_IMG_1459771671247_a

Bothrops spec.

FB_IMG_1459610085297_LauraWarmuth FB_IMG_1459610076468_LauraWarmuth FB_IMG_1459610121304_HeleneEckstein FB_IMG_1459610100612_HeleneEckstein FB_IMG_1459610081573_LauraWarmuth FB_IMG_1459610088488_LauraWarmuth FB_IMG_1459610091696_LauraWarmuth FB_IMG_1459610117910_HeleneEckstein

Text und Fotos: Helene E., Laura W.

Dank für Nachbestimmungen an Nils K.!

Read Full Post »

Neben den wunderbaren Naturspektakeln, die wir uns auf jeder Station anschauen, fallen dazwischen leider auch immer wieder einige den Umweltschutz betreffende Dinge negativ auf.

Es fängt im Supermarkt an, in dem eine Person an der Kasse steht und einem zwei Produkte in eine Plastiktüte verpackt, wenn man sie nicht rechtzeitig daran hindern kann. Es läuft darauf hinaus, dass man den Supermarkt dann mit einem Haufen Tüten in der Hand verlässt. Dass Kunden eine Tasche selbst mitbringen, habe ich hier (außer bei uns…) noch nicht beobachten können. Auch in der Bäckerei kommen viele Backwaren erst in einen Styroporbehälter, bevor man es dann praktisch in einer Plastiktüte in die Hand bekommt. In Restaurants stehen statt Gläsern Plastikbecher auf dem Tisch, manchmal werden sogar auf den Tischen Papierunterlagen verteilt, die nach Benutzung weggeschmissen werden. Die Auswirkungen dieser Unbekümmertheit mit der Müllproduktion habe ich vor allem im Nordosten viel gesehen, wo es beinahe normal ist, an einem vermüllten Straßenrand entlang zu fahren oder zu gehen. Im Süden Brasiliens sieht es da schon besser aus.

Weiter geht es auf unseren Autofahrten, auf denen wir, wie bereits berichtet, stundenlang an Monokulturen wie Sojaplantagen entlang fahren. Oder aber wie in Minas Gerais. Dort ist es so bergig, dass Landwirtschaft nicht so einfach möglich ist, sodass Viehwirtschaft in großem Maße betrieben wird. Man sieht also viele mit Gras bewachsene Hügel, auf denen kaum oder keine Bäume mehr stehen, wo somit Erosion leicht stattfinden kann. Denn die Bäume halten die Erde, welche nun dem Regen ausgesetzt ist und so den Halt verlieren kann. Dies wird natürlich durch eine hohe Anzahl an Rindern erhöht, da sie den Grasbewuchs vermindern. Hinzu kommt, dass durch die Abholzung die Arten- und Individuenzahlen sowohl der Fauna als auch der Flora vermindert wird. Für Tiere, die auf den Wald angewiesen sind, wird der Lebensraum verringert und außerdem ist durch die Fragmentierung der Waldstücke ein Genaustausch zwischen unterschiedlichen Populationen nicht mehr so einfach möglich.

In den Pausen, die wir beim Autofahren machen, wird der Motor selbstverständlich laufen gelassen, damit die Klimaanlage arbeiten kann und wir es beim Einsteigen angenehm kühl haben. Ein anderer großer Ressourcenverbrauch ist auch bei der Wassernutzung zu erkennen, denn mindestens einmal pro Tag duschen ist normal. Das Abwasser kann dann, wie ich im Zentrum einer Stadt beobachtet habe, in den nächsten Fluss geleitet werden. Dort konnte man aus allen Häusern in den Fluss führende Abwasserrohre sehen.  In Porto Belo im südlichen Bundeststaat Santa Catarina läuft das darauf hinaus, dass das Wasser am Strandabschnitt der Flussmündung wegen der Fäkalien braun gefärbt ist.

Aber wie sieht es denn bei uns aus? Die Landschaft Deutschlands ist für mich so normal, dass ich wohl erst einmal nach Brasilien reisen muss, damit mir auffällt, dass wir selbst auch nicht viel besser sind. Denn bei uns reihen sich auch Raps- an Maismonokulturen, mit denen ein großer Pestizid- und Herbizideinsatz einher geht. Und selbst die Wälder Deutschlands sind schon lange nicht mehr die ursprünglichen. Im Vergleich zu hier merkt man, wie aufgeräumt sie sogar sind, was keineswegs ein positives Merkmal ist.

Hinzu kommt, dass wir möglicherweise an der Abholzung der Wälder Brasiliens eine Mitschuld tragen, denn sowohl die Hölzer, als auch das Fleisch und Soja (welches nicht nur die Vegetarier essen, sondern auch besonders für die Viehwirtschaft genutzt wird!), die auf den gerodeten Flächen produziert werden, werden nicht nur in Brasilien konsumiert, sondern auch in andere Länder exportiert.

Undine S.

Erosion_Undine

Während einer Autofahrt in Minas Gerais, Erosion

Read Full Post »

Rebecca K. hat einen Rückblick über Schildkröten, Schienenechsen, Geckos und andere Echsen zusammen gestellt. Über Schlangen und Kaimane wurde schon mehrfach an anderen Stellen in diesen Blog berichtet.

Read Full Post »

Ein kleineres Untersuchungsgebiet der Exkursion stellt das Reich der schwach-elektrischen Fische dar. Diese sind auf den zwei Kontinenten Afrika und Südamerika vorzufinden und haben sich unabhängig voneinander entwickelt. Anders als ihre stark elektrischen Verwandten, setzen diese Fische das erzeugte elektrische Feld primär zur Orientierung und Kommunikation ein, während der wohl bekannteste Vertreter der stark elektrischen Fische den erzeugten Strom vor allem zur Jagd benutzt. Der in Südamerika verbreitete Zitteraal (Electrophorus electricus) kann mithilfe elektrischer Entladungen einerseits Beutefische betäuben, andererseits gleichzeitig für eine effektive Abwehr sorgen. Die ausgesendeten Stromschläge können Spannungen von 400 bis 600 Volt erreichen und somit ein ausgewachsenes Pferd außer Gefecht setzen. Verglichen dazu erscheint eine Spannung von maximal 10 mV, so wie sie bei schwach elektrischen Fischen vorliegt, sehr gering. Allerdings genügt diese Spannung vollkommen, um ein elektrisches Dipolfeld zu erzeugen, die dem Fisch Aufschluss über seine Umgebung liefert.

Die Benutzung eines solchen Feldes zu Orientierungszwecken folgt aus der Lebensweise der schwach elektrischen Fische. Deren natürliche Umgebung beschränkt sich meist auf trübe Fließgewässer, in denen die Fische tagsüber an Uferböschungen verweilen und sich in Geäst verstecken. Parallel zur daraus folgenden Rückentwicklung der Augen erfolgte die Entwicklung des  elektrischen Organs im Schwanzbereich der Fische.

Bild Apteronotus

Apteronotus albifrons

Messequipment_Daniel_klein

Geräte zum Aufspüren und Messen der Spannungen

Während der Exkursion haben wir versucht, insbesondere schwach-elektrische Messerfische wie Apteronotus albifrons (siehe Bild oben) oder Eigenmannia virescens aufzuspüren. Mithilfe einer Elektrode konnten Spannungsunterschiede im Wasser detektiert werden, welche unter Zuhilfenahme eines Verstärkers in ein Audiosignal umgewandelt und für eine spätere Auswertung der Aufnahmen auf einem MP3-Player gespeichert wurden.

Bereits zu Beginn der Exkursion haben wir schwach-elektrische Fische detektieren können. Am Rio Cristalino tummelten sich viele der nachtaktiven Fische am Uferbereich und konnten vor allem bei Nachtaufnahmen in größerer Individuenzahl aufgenommen werden. Aufgrund fehlender Fischfang-Ausrüstung konnten wir leider keine Fische fangen und identifizieren, allerdings war es uns möglich, das Vorkommen von mindestens drei Arten durch eine genauere Analyse der Daten zu bestätigen.

Datenerhebung_Daniel_klein

Daniel P.

Read Full Post »

Older Posts »