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Ihre Abschlußarbeit „Hundesoldaten – Einsatz im Krieg und im Frieden“ ist fertig. Vorübergehend in der Mediathek (Trailer ab Minute 17:20) und hier der Film selbst, verfügbar bis: 29.11.2016, 23.45.

Der Film „Auf den Spuren von Maximilian zu Wied-Neuwied“ von 2015 ist bis 18.5.2020 hier zu sehen.

 

Die Brasilienexkursion liegt schon einige Monate zurück, im Kopf der Teilnehmer ist sie dagegen noch präsent. Deshalb trafen sich Studierende der Exkursionen und Geoökologischen Gelände-Praktika 2016, aber auch aus 2015, erneut an der Federsee-Station in Bad Buchau.

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Bei herrlichstem Oktoberwetter und bestem Licht

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war es eine Freude, vom Federseesteg aus Vögel zu beobachten.

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Und wie immer im Herbst waren eine der Attraktionen die Bartmeisen, Panurus biarmicus (Fotos: Jonas B.).

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Die sieben Wochen Brasilien von Mitte Februar bis Mitte April hatten zwei Studierende in zwei ca. eine Stunde langen Filmen dokumentiert, in denen alle Stationen der Reise auf wunderbare Weise ins Gedächtnis zurückgerufen wurden. Jetzt geht es an die Vorbereitungen der 2017er Lehrveranstaltungen in Brasilien.

Der giftige Schlamm bedeckt nach wie vor die Landschaft, auch die Institutionen, die für die Beseitigung der Schäden (sofern das möglich ist) verantwortlich sind, sind verkrustet. Leidtragende sind die Menschen und die Natur.

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Die Umweltbehörde Ibama verweigerte die für den Bau des Staudamms am Tapajós-Fluss im Bundesstaat Pará notwendige Umweltlizenz.

taz 05.08.2016    /   spiegel 05.08.2016

Es besteht allerdings die Gefahr, dass Eletrobrás mit geänderten Bauplänen versucht, den Staudammbau doch durchzusetzen. Zudem plant Brasiliens Regierung 42 weitere Staudämme am Tapajós und seinen Zuflüssen – die ebenfalls Regenwald zerstören und die Rechte Indigener verletzten würden (Quelle: Rettet den Regenwald e.V.)

Am Rio Teles Pires, einem Nebenfluss des Rio Tapajós und in den der Rio Cristalino hinein fließt, gibt es ein anderes Wasserkraftwerk. Über die Auswirkungen auf die Fischfauna berichtete uns 2016 ein Forschungsteam in der Cristalino Jungle Lodge.

Ein Übersichtsartikel zum Konflikt zwischen Wasserkraft und Biodiversität erschien im Januar 2016 in  SCIENCE.

Pró-Mata beeindruckt mit seinen dichten Araukarienwäldern sowie dem Schichtstufenland, bestehend aus abwechselnd weichen (Rhyolit) und harten (Basalt) Gesteinsschichten. Aufgrund der Passatwinde findet sich die tropische Mata Atlântica noch weit im subtropischen Bereich, wie hier im Süden Brasiliens. Hier lassen sich an den Aussichtspunkten mit Blick auf Lagunen und den Atlantik, Vögel und Schmetterlinge beim Flug und Insektenfang beobachten.
Betritt man die Mata Atlântica fühlt man sich zwischen all den Baumfarnen in die Urzeit zurückversetzt und ist schnell von Nebel umgeben, bis man beinahe die Hand vorm Auge nicht mehr sehen kann. Die Weiten des Graslandes werden unterbrochen von den beeindruckenden Araukarienwäldern, in dessen Kronen sich Papageien wohlfühlen. Neben Aussichtspunkten mit Blick auf Wasserfälle und ungesicherte Abgründe findet sich in Pró-Mata aber auch Rätselhaftes…
Neben den alltäglichen Aufgaben und Ausflügen, die das geoökologische Praktikum der Exkursion mit sich bringt, wie die Aufnahme von Wasserwerten und Vegetation, begeben sich manche Studenten auch gerne mal auf Expedition, um den Entdeckerdrang zu stillen, indem sie alte und vergessene Wege in die Mata Atlântica erforschen. Direkt hinter der Pró-Mata-Station nach einem Schild mit der Aufschrift „Perigo“ (Gefahr) ging solch ein alter Pfad los, der Richtung Tal führte und früher wohl nur von Indios genutzt wurde, die in den Tälern gelebt haben.
Ausgestattet mit Rucksäcken, vollen Wasserflaschen, Kameras, Insektenschutz und immer einem Auge auf die Zeit (um rechtzeitig zum Mittagessen zurück zu kommen), um keine Aufmerksamkeit zu erregen, begann eine solche Expedition:
Die drückende Hitze und Luftfeuchtigkeit, sowie die Moskitos erschwerten die Suche nach alten Pfaden. Dabei musste oft unter und über abgeknicktem Bambus geklettert werden und dabei auf etwaige Schlangen, die sich im Unterholz verstecken könnten, geachtet werden. Um von Vegetation zugewachsene Abgründe nicht zu übersehen, wurde mit einem Stock der Weg ertastet und die ein oder andere weniger elegante Rutschpartie über glatte Felsen unternommen. Trotz der kurzen Strecke nahm dieser Ausflug aufgrund der Beschaffenheit und Steillage viel Zeit in Anspruch. Doch diese Mühe lohnte sich auch hier. Zur Belohnung gab es eine Aussicht auf Lagunen, Täler und angrenzende felsige Steilwände. Besonders faszinierend war ein verwunschener Wasserfall,
umgeben von nassen Felswänden, an denen sich Moose und Flechten ausbreiteten.
Hier offenbarte sich zwischen dem Pflanzenbewuchs für die erstaunten Studentinnen eine rätselhafte Formation in der Steinwand. Mit einem Stock wurden die letzten Reste der Moose aus den Rillen gekratzt und ein Gesicht in einer Felswand freigelegt. Handelt es sich hierbei um eine von Natur aus gegebene Form, die an ein menschliches Gesicht erinnert? Oder zeigt sich hier durch die diesjährige Trockenheit (verursacht durch El Niño) ein altes ethnologisches Relikt, welches Jahrzehnte von der Vegetation verborgen war – und somit auf den vergangenen Wanderungen auf dem alten Pfad unentdeckt blieb?
Um die möglichen menschlichen Künstler dieses „Felsgesichtes“ ausfindig zu machen, hilft ein Blick in die Geschichte der Region. Nach der Entdeckung und Erschließung Brasiliens durch die ersten Europäer ab etwa 1500, gab es Berichte, die von einem dichten, unberührten Küstenurwald im Süden Brasiliens erzählten. Dieser wurde von verschiedenen indigenen Völkern bewohnt, unter anderem den Pataxó (hatten als erste „Indianer“ Kontakt mit den portugiesischen Eroberern), Tupiniquim, Gerén, Guarani, Krenak (berühmtester Vertreter: Joachim Quäck, der 1817 als Minderjähriger den dt. Entdecker, Naturforscher und Ethnologen Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied traf, der während seiner Brasilienexpedition drei Monate lang zwischen Rio Doce und Rio
do Prado das Leben des Stammes der Krenak beobachtete und erforschte), Kaiowa, Nandeva, Terena, Kadiweu, Potiguar, Kaingang (gehört zu den fünf größten indigenen Völkern Brasiliens) und Guarani M’Bya. Es gab also eine große Anzahl verschiedenster indigener Völker, die in den letzten Jahrhunderten und auch schon lange vor der Entdeckung Brasiliens die atlantischen Regenwälder im Süden Brasiliens bewohnten.
Bleibt die Frage aus welcher genauen Epoche und Kultur diese Darstellung des menschlichen Gesichtes stammt oder ob es nicht vielleicht doch nur ein Naturphänomen ist…

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Laura und Helene

Nachbereitung

Nachdem wir seit 2006 jährlich am Rio Cristalino auf Exkursion sind, folgte uns jetzt Gisele Bündchen.

Zum Abschluß der Module Tropenökologie Südamerikas I, II und III trafen sich die Brasilienfahrer 2016 für ein dreitägiges Seminar an der Tübinger Federseestation in Bad Buchau.

Dort ließen wir die 7 Wochen Brasilien vor unseren inneren Augen Revue passieren. Und nicht nur das. Es gab benotete Vorträge IMG_0332-1 und dazu eine Führung von Vertreterinnen des NABU-Naturschutzzentrums im Europareservat Federsee. Interessanter Weise trafen wir dort auf eine NABU-Mitarbeiterin, die 1998/99 und 2000 in Brasilien auf Exkursion dabei war.

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RR

Lucas Coelho de Assis, unser Guide und Begleiter in Caraça und an anderen Stellen in Minas Gerais, fand einen Doppel-Keimling einer Palme.

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