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Kaum ist die Teilnehmerin Lena W. von der Brasilienexkursion zurück in Tübingen, hat sie sich erneut nach Südamerika aufgemacht. Dieses Mal ist Kolumbien ihr Ziel. In einem Blog wird berichtet, was die Studierenden dort erleben.

Ariranhas in Cantão

„Helguinha“ zeigte sich vor wenigen Tagen im „Lago Grande“ des Cantão State Parks im brasilianischem Bundesstaat Tocantins. Damit ist sie der erste Riesenotter (Pteronura brasiliensis), welchen ich im Zuge meines Praktikums in der Forschungsstation des Instituto Araguaia in meine Daten aufnehmen konnte.

Hier der erste Teil des Berichts.

Der zweite Teil des Berichts.

Am Wochenende vom 23.-25. Juni 2017 trafen sich die TeilnehmerInnen der Exkursion und des Geoökologischen Geländepraktikums zum traditionellen Nachtreffen in der Federseestation der Universität Tübingen in Bad Buchau. Begleitend zu einer Serie von Seminarvorträgen wurde die Fauna des Federsees beobachtet und als Ausschnitt der Biotoptypenvielfalt auch der „Wackelwald“ aufgesucht.

Gespinstmotten-Kokon

Kopfüber-Fotografie

Vortragsprogramm

Am 1.6.2017 besuchte Eckard Kupfer das Neotropenseminar in Tübingen, das zur zoologischen Exkursion nach Brasilien gehört. Dort stellte er das Spix und Martius Projekt vor, bei dem wir in Minas Gerais für einen Dokumentarfilm mitgewirkt hatten.

Eine Kurzversion des Films wurde bereits in Brasilien vorgeführt. Das gesamte Filmprojekt ist bis 2020 ausgelegt, so dass wir uns nächstes Jahr in Ilhéus mit dem Kamerateam wiedersehen.

EIne Woche davor wurde ein zweiter Spix und Martius-Film bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vorgestellt. Wir arbeiten auch dabei mit. Verantwortlich ist hier die Produzentin Angelika Weber von OMNIS TERRA MEDIA GmbH.

Wir feuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

 

Der Film wird mal wieder im Fernsehen gezeigt:

MDR 22. Mai 2017 15-16 Uhr.

Im Rahmen des Aufenthaltes in der Tübinger Forschungsstation Pró-Mata im Araukarienwald vom 29.03.-05.04. wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt.

Vorbereitung von Referaten

Vergleich von Dicksonia sellowiana (rechts hinter dem Baum im Vordergrund) und mit dünnerem Stamm mit Stacheln (links ): Alsophila elegans

Diphasiastrum spec., vgl. Øllgaard & Windisch (2014)

Atlantischer Regenwald mit Epiphyten

Waldrodungen am Steilhang

Datenlogger für die Aufzeichnung von Luftfeuchte und Temperatur

Tillandsia tenuifolia

Inselwald für Datenaufnahme von Epiphyten

Tibouchina spec.

cf. Actias spec.

Es wurde auch diverse Pilze gefunden:

Besonders spektakulär ein blauer Pilz (Entoloma spec., an der Artbestimmung wird noch gearbeitet…, wir wollen die Art der geneigten LeserInnenschaft aber nicht vorenthalten):

Saugschuppen von Bromelienblättern unter dem Mikroskop:

Analyse von Riffesedimenten des Schnorchelausflugs bei Ilhéus

 

Am letzten Wochenende vor meinem Rückflug, machten wir uns gemeinsam mit Veterinär Felipe zu einem letzten technical visit bei „Asas e amigos“ auf.

Die etwa 3000 m² fassende Station der NGO Asas e amigos (Flügel und Freunde) befindet sich in Juatuba in der Metropolregion um Belo Horizonte in Minas Gerais und wird von Marcos de Mourão Motta, der seit 29 Jahren auch ein Veterinär-Klinikum in Belo Horizonte besitzt, geleitet. Er ist einer der wenigen Menschen der Umgebung, die sich nicht nur um Haustiere, sondern auch um wilde Tiere kümmern. In Belo Horizonte gebe es lediglich 6 weitere Ärzte, die dies tun. Die Klinik behandelt dabei alle Tiere die ausgesetzt wurden, verletzt oder krank sind. Die meisten Tiere gelangen durch die Ibama oder die Umweltpolizei dorthin. Nach der Behandlung im Klinikum ist zu entscheiden, was mit den Tieren geschieht. Sind die Tiere dann wieder gesund, wird versucht sie in ihren ursprünglichen Lebensraum zurückzuführen. Zu diesem Zweck werden diese Tiere wieder der IBAMA übergeben.
Die Tiere die schließlich in der Station in Juatuba landen sind jene, die nach ihrer Behandlung in freier Wildbahn nicht mehr lebensfähig sind, sei es wegen fehlenden Flügeln, fehlenden Beinen, gebrochenem Schnabel, Blindheit oder auch lediglich fehlender Angst vor Menschen. Manche Tiere können anschließend an andere Zuchtprogramme übergeben werden, doch gibt es hierbei zwei Probleme: Zum einen fehlt die Infrastruktur, verschiedene Plätze für wilde Tiere zu finden, da sich zu wenig Leute für wilde Tiere interessieren, zum anderen scheint das Aussehen der Tiere eine Rolle zu spielen, so Marcos. „Tiere, die äußerlich gesund scheinen und süß sind, kann ich teilweise an andere Leute vermitteln, doch die „hässlichen“ oder „behinderten“ will niemand, um diese kümmere ich mich“ sagt der Veterinär.
Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, kommen in den Brutbereich der Station, in der Hoffnung deren Jungtiere wieder auswildern zu können. Für die Elterntiere sowie alle anderen Individuen in Juatuba wird bis zu deren Lebensende gesorgt. Um dies zu gewährleisten beschäftigt Marcos in der Station in Juatuba drei Mitarbeiter die ihm Helfen, sich um die Tiere zu kümmern. Die 14.000 Real, die jeden Monat für die Nahrung der Tiere benötigt werden, bezahlt Marcos aus seiner eigenen Tasche mit den Einnahmen, welche die Tierklinik verzeichnet. Das ist es ihm wert, um das Überleben seiner Familie – die Tiere der Station – zu sichern, wie er sagt und er werde auch nicht damit aufhören. Zu dieser Familie zählen etwa 250 wilde Vögel, Mazamas, ein Maultier, 3 Pferde, 2 Große Ameisenbären, 2 Tayras, 2 Ozelots, 38 Katzen, 20 Hunde, etliche Affen und einige Schildkröten.

Cariama cristata

Chauna torquata

Ramphastos bicolorus

Pulsatrix perspicillata

Asio clamator

Leopardus pardalis

Philipp mit Leopardus pardalis

Mazama americana

Myrmecophaga tridactyla

Myrmecophaga tridactyla

Marcos mit Myrmecophaga tridactyla

Momentan befinden sich also etwa 500 Tiere auf der Station, doch die Zukunft sei beängstigend. „Heute haben wir 500 Tiere. Morgen sind es vielleicht 600 und bald 800. Ich werde meine Türen für kein einziges Tier schließen, aber ich benötige Partnerschaften und jegliche Hilfe, die ich nur irgendwie bekommen kann“, sagt Marcos.

Philipp und Marcos

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Vielen Dank Marcos
Muito obrigado Marcos

Philipp G.