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Archive for März 2015

Nach einer Nacht in Porto Alegre und einem kurzem Besuch der Partneruniversität UNISC in Santa Cruz do Sul ging unsere Reise im Rahmen des Geoökologischen Praktikums weiter nach Candelária. Hier machten wir Halt, um die ansässigen Paläontologen rund um Carlos Rodrigues bei einer Fossilenausgrabung zu unterstützen.
Bevor wir zur Grabungsstelle aufbrachen, nahmen wir uns am Morgen noch Zeit, um im Museu Municipal de Candelária Ausstellungsstücke regionaler Fossilienfunde zu betrachten. Dadurch erhielten wir eine erste Vorstellung von dem, was uns erwarten würde.
Angekommen an der Grabungsstelle konnten wir einen ersten Blick auf die durch Ausspülen schon freigelegten Knochenstücke werfen. Versehen mit Schaufel, Hammer und Meisel legten wir sofort los, in der Hoffnung, selbst etwa 230 Millionen Jahre alte Knochenelemente freizulegen. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Fossilien aus dem aus der Trias stammenden Flusssediment ausgegraben wurden. Bei den Fundstücken handelt es sich überwiegend um Fingerglieder, Handknochen, Armknochen, Wirbel und Rippen. Diese stammten von mehreren Individuen verschiedener Arten, unter anderem vom herbivoren Dinodontosaurus turpior und dem Prädator Prestosuchus chiniquensis. Die gesammelten Knochen wurden schließlich zum Museum gebracht, wo sie nun auf die weitere Auswertung warten. (MaKa)

Bericht in der Gazeta do Sul aus Candelária

Bericht in der UNISC-Zeitung

Im paläontologischen Museum zeigte uns Carlos (wie schon 2013 und 2014) die bisher in Candelária gefundenen Saurier. Auf der Tafel sind die meisten davon abgebildet.

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Der letzte verbliebene Tübinger Dienst-VW-Bus (T 2) schaffte es bis zur Grabungsstelle.

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Sr. Belarmino vom paläontologischen Museum unterstützte uns kräftig bei den Grabungen.

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Sr. Belarmino zeigt stolz den ersten Fund, Carlos einen späteren.

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Carlos aus Candelária (li.) und Claudio aus São Pedro do Sul lernten sich durch unsere Aktivität kennen.

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Carlos präsentiert stolz das Botucaraitherium: Botucaraitherium belarminoi, a prozostrodontian cynodont from the Late Triassic of Brazil. It is known from a single type species. Im Hintergrund sieht man den Fundort des bisher einzigen Indivuduums der Art. Auf Wunsch von Carlos scannt die Tübinger Doktorandin der Paläontologie, Juliane Hinz, das äusserst fragile Tier. Carlos, Belarmino und Claudio Einloft verfolgen den Scanvorgang interessiert.

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Nachdem die Gazeta do Sul einen Zeitungsbericht über die Anwesenheit der Tübinger Gruppe veröffentlichte, war auch die Folha de Candelária zu einem Interview mit uns im Museum erschienen.

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Wie im letzten Jahr bat das Radio Triangulo Dr. Ebner, Dr. Radtke und Carlos Rodrigues zu einem Live-Interview. Gehört haben es allen im weiten Umkreis von Candelária wie wir danach erfahren durften. Suzana Couto stellte die Fragen erneut routiniert.

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Wir danken für die vorbildliche Zusammenarbeit:

Air Teixeira Menezes, Besitzer der Fazenda Campo de Estância, auf der wir nach den Fossilien graben konnten.
Alexandre Ramos, Fazenda-Angestellter, der im Oktober 2014 die ersten Anzeichen der fossilen Saurier im Gelände fand.

Carlos Rodrigues, Museumsleiter und Organisator der Grabung Sr. Belarmino Steffanello, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums.

Elídrio Heinen, der die Grabung filmisch für das Museum Aristides Carlos Rodrigues, Candelária, begleitete.
Aline Bredow, freiwillige Mitarbeiterin, früher UNISC, Partneruniversität von Tübingen.
Ederson Fuchs, freiwilliger Mitarbeiter, früher UNISC, Francisco Taques, freiwilliger Mitarbeiter, früher UNISC.

Cesar Schultz, Prof. für Paläontologie, UFRGS, Partneruniversität von Tübingen. Über ihn war die Grabung ordnungsgemäss bei der zuständigen Stelle DNPM, Departamento Nacional de Produção Mineral, Ministério de Minas e Energia, angemeldet worden.

 


In Candelária gekauft. Wer entdeckt den Fehler?

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Übrigens: Die Zahl der Zugriffe auf diesen Blog hat die 200.000er Marke geknackt! Danke für Ihr Interesse!

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SWR

Das SWR-Team begleitete uns rund 2 Wochen, zuerst in Minas Gerais, danach in Bahia.

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Um 9 Uhr morgens sind die TeilnehmerInnen des geoökologischen Geländepraktikums zur UESC (Universidade Estadual de Santa Cruz), Ilhéus, Bahia, abgefahren, um sich dort den Campus anzuschauen. An der UESC folgten Dr. Mirco Solé (früher Uni Tübingen, jetzt UESC), Dr. Martin Ebner und Dr. Rainer Radtke der Einladung der Rektorin der Universität, Adélia Maria Carvalho de Meio Pinheiro. Die Rektorin war im Juni 2012 als Mitglied der ABRUEM – Associação Brasileira das Universidades Estaduais e Municipais, der Rektorenkonferenz der bundesstaatlichen und Gemeinde-Universitäten nach Stuttgart und Tübingen gekommen.

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Ab abend flogen sie dann in Richtung Porto Alegre. Am Mittag verabschiedete sich der kleine Rest, um über Campinas nach São Paulo zu gelangen und dort den Nachtflieger nach Frankfurt zu besteigen.

Die einen warten auf den Flug nach São Paulo und Rio, die anderen auf den nach Porto Alegre und 5 warten zu diesem Zeitpunkt überraschender Weise auf den Flug Ilhéus - São Paulo - Frankfurt.

Die einen warten auf den Flug nach São Paulo und Rio, die anderen auf den nach Porto Alegre und 5 warten zu diesem Zeitpunkt überraschender Weise auf den Flug Ilhéus – São Paulo – Frankfurt.

Fortsetzung 19:30 Uhr: So weit der Plan. Bein Einchecken der SeparatistInnen fehlten von 7 Leuten 5 Buchungscodes, so dass diese 5 Personen umgebucht werden mussten. Mal sehen, ob sie den Nachtflieger nach Frankfurt tatsächlich bekommen. Die zwei „Glücklichen“ MK und KH reisen dafür ab Campinas ohne großes Gepäck, weil dieses dank AZUL gleich in Ilhéus gestrandet ist. Nach 30 Minuten Verspätung ging zwar der vorgesehene Flug, aber das vergebliche Warten auf das Gepäck in Campinas und die Fehlanzeige verschlangen weitere Zeit, so dass ein schnelles und deshalb mäßig kostengünstiges Taxi nach Guarulhos notwenig wurde. Immerhin sitzen nun zwei Leute ansonsten planmäßig im Gate nach Frankfurt… Die fünf Umgecheckten erreichten den Transatlantik-Flug dank „zügig“ fahrender Taxifahrer auch noch rechtzeitig.

Ankunft der 7er-Teilgruppe in Tübingen bzw. am jeweiligen Bestimmungsort erfolgreich und vollzählig am Abend des 25.3. Nur zwei Rucksäcke irren noch durch die Welt.

Nachtrag 28.03.2015: Dank der engagierten Suche der Gepäckermittlung in Frankfurt wurden die beiden fehlenden Rucksäcke nach einer Odyssee nach Stuttgart geflogen, wo wir sie schießlich abholen konnten.

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Am 23.3.2015 zeigte uns Giomario dos Santos Souza in einem Waldstück nördlich von Ilhéus eine Gruppe von Goldkopflöwenäffchen (Leontopithecus chrysomelas). Diese leben in der Region häufig in Sekundärwäldern oder in Kakao-Plantagen. In diesem Fall handelte es sich um eine dichte Plantage mit hohen Baumüberhältern, in der die Tiere offenbar die notwendige Nahrung und einen hohen Strukturreichtum finden. Ein Tier einer Gruppe hat ein Senderhalsband, aber trotzdem konnte mit der  Richtantenne kein Signal empfangen werden. Bei der Suche entdeckte Giomario eine weitere Gruppe hoch oben in Bäumen. Wir konnten beobachten, wie sie insbesondere in epiphytischen Bromelien nach Nahrung suchten.

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Am Nachmittag besuchten wie in der Nähe die kleine Schokoladenfabrik Mendoá, durch die uns ihr Besitzer Prof. Raimondo Mororó eine ausführliche Führung gab. Der Kakao wird auf betriebseigenen Plantagen erzeugt und die besten Samen werden für eine kleine feine Produktlinie direkt im eigenen Haus verarbeitet.

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Zum Abschied überreicht Rainer einige Kostproben einer im Raum Tübingen hergestellten Schokoladensorte .

Am Straßenrand nahe des Wäldchens mit den Goldkopflöwenäffchen fanden Dr. Solé und Dr. Ebner einen überfahrenen Südamerikanische Buschmeister (Lachesis muta), den wir alle gerne – allerdings aus sicherer Entfernung  – lebend gesehen hätten.

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Fische Bahia (Barra Grande) am Sonntag, 22.3.2015

  • Pomacentridae
    • Stegastes fuscus
    • Stegastes variabilis
    • Abudefduf saxatilis
    • Chromis multilineata
    • Microspathodon chrysurus
  • Muraenidae
    • Gymnothorax miliaris
    • Gymnothorax vicinus / funebris
  • Mugilidae
    • Mugil
  • Holocentridae
    • Myripristis jacobus
  • Grammatidae
    • Gramma brasiliensis
  • Carangidae
    • 2 Arten
  • Mugilidae
    • Pseudupeneus maculatus
  • Chaetodontidae
    • Chaetodon striatus
  • Haemulidae
    • Anisotremus surinamensis
    • Anisotremus viriginicus
    • Haemulon steindachmeri
  • Lutjanidae
    • Lutjanus jocu
  • Belonidae
    • 1 Art (vermutlich Ablennes hians)
  • Pomacanthidae
    • Holacanthus ciliaris
  • Labridae
    • Thalassoma noronhanum
    • Halichoeres brasiliensis
    • Bodianus rufus
  • Blennidae
  • Acanthuridae
    • Acanthurus coeruleus
    • Acanthurus bahianus
  • Pempherididae
    • Pempheris schomburgki

Det.: Jannik Beninde

Quelle: IBAMA (2008): Guia para Identificação de PEIXES ORNAMENTAIS BRASILEIROS

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Die Nachbereitung durch JB ergab noch weitere Wied-Arten:

1. Formicivora rufa (zu Wied-Neuwied, 1831) – Zimtrücken-Ameisenfänger, gesehen am Pico de Itambé
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2. Coryphospingus pileatus (zu Wied-Neuwied, 1821) – Graukronfink, gesehen in der Serra do Cipó
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3. Automolus leucophthalmus (zu Wied-Neuwied, 1821) – Weißaugen-Baumspäher, gesehen in der Serra Bonita
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4. Philydor atricapillus (zu Wied-Neuwied, 1821) – Schwarzscheitel-Blattspäher, gesehen in der Serra Bonita
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5. Phaeothlypis rivularis (zu Wied-Neuwied, 1821) – Flußwaldsänger, gesehen am Wasserfall bei Michelin
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6. Thraupis palmarum (zu Wied-Neuwied, 1821) Palmentangare, immer wieder gesehen.
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