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Archive for Januar 2014

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In wenigen Tagen geht sie los, die 21. zoologische Exkursion nach Brasilien. Am Montag den 10. Februar brechen wir TübingerInnen und die  Studierenden von den anderen baden-württembergischen Hochschulen (Uni  Freiburg, Uni Karlsruhe, HS Rottenburg) sowie von der Uni Jena auf nach Brasilien. Vier Wochen Freilandbiologie erwarten uns.
Die Exkursion sowie das sich anschliessende Geoökologische Gelände-Praktikum wurden wie 2013 auch in 2014 in das Programm des „Deutschland + Brasilien 2013-2014“-Jahrs aufgenommen.

Bei der zoologischen Exkursion werden brasilianische Studierende von den Hochschulen UNEFAP, UFMS, UFMG und UFRJ (Tübinger Partneruniversität) teilnehmen sowie von den NGOs Sociedade para preservação do muriqui und Associação Mico-Leão-Dourado und Botaniker vom Jardim Botânico de Rio de Janeiro.

Beim sich anschliessenden 12. Geoökologischen Gelände-Praktikum kommen Studierende der Tübinger Partneruniversitäten PUCRS, UFRGS, UNISC und Univates dazu.

Ab demnächst gibt es hier dann Beiträge zu unseren Erfahrungen, Beobachtungen und Fauna und Flora zu sehen.

saída 2014 goe_2014

(Link zur Exkursion, Link zum Geoökologischen Praktikum
oder zum Vergrößern bitte klicken – please click to enlarge)

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In Porto Alegre geht es heiss her

In Porto Alegre, wo Rainer noch mit den Vorbereitungen für die Lehrveranstaltungen beschäftigt ist, geht es heiss her. Seit Tagen herrschen 38 ° C, der Januar war der heisseste Januar seit in Rio Grande do Sul seit 1916 Wetterdaten aufgezeichnet werden. Seit Tagen fällt in Porto Alegre, aber auch brasilienweit, immer wieder der Strom für mehrere Stunden aus. Zu viele angeschaltete Air Condition Geräte überlasten das Netz. Mal sehen wie es dann während der Fussball-WM werden wird. Ausserdem streiken in POA der öffentliche Nahverkehr und brasilienweit die Post.

Tempo Porto Alegre

(Quelle)

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In der Zwischenzeit geht der Aufenthalt von Jonas am Rio Cristalino zu Ende:

Nach nun etwas über zwei Monaten und über 350 Stunden reiner Feldarbeit wird es Zeit, ein vorläufiges Fazit zu ziehen. Es sind zwar noch nicht alle Daten restlos ausgewertet, doch gibt es klar zu erkennende Ergebnisse. In der Anfangszeit, als ich mich plötzlich ganz alleine, ohne Guide und ohne Exkursionsgruppe in dem unendlich erscheinenden Wald wiederfand, mit fremden Gerüchen, Geräuschen, Pflanzen und Tieren, war mir schon ab und zu mulmig im Bauch. Die Feldarbeit war nicht immer leicht. Ich bin teilweise physisch und psychisch stark gefordert worden, sei dies durch eine Gruppe Pekaris, die mich mit wildem Aufeinanderschlagen der Zähne am Weitergehen hinderten oder von einer 1,5 m langen Schlange, die ich übersehen hatte und die dann laut fauchend hinter mir ins Dickicht flüchtete. Ich musste lernen, während der Geländearbeit mit einigen Frustrationen umzugehen, zum Beispiel damit, dass ich nach drei Wochen täglicher Suche zu allen Tageszeiten immer noch keinen Adelphobates galactonotus zu Gesicht bekommen hatte. An manchen Tagen fiel mir das Aufstehen ganz schön schwer, doch die Forschungsfreude, endlich den heiß begehrten gelben Frosch zu finden und die unglaublich faszinierende Natur zu erkunden, zog mich förmlich aus dem Bett, noch bevor sich irgend ein Mitarbeiter der Lodge rührte.

um ins Gebiet zu kommen...

um ins Gebiet zu kommen…

Ich erinnere mich noch genau an die Glücksgefühle, die ich hatte, als ich nach 3 Wochen vergeblicher Suche endlich meinen ersten Adelphobates galactonotus gefunden hatte. Der mittägliche Regen war scheinbar gerade abgeklungen, also bestieg ich mein Kanu und begann den Fluss hoch zu paddeln. Auf halber Strecke setzte allerdings erneut ein Regenguss ein und ich hatte keine Chance, mitten auf dem Fluss an meinen Regenschutz zu kommen. Ich biss die Zähne zusammen und paddelte die letzten 15 Minuten den Fluss hinauf. Völlig durchnässt am Ufer angekommen überlegte ich mir, ob ich nicht umkehren und morgen wiederkommen sollte. Ich entschied mich allerdings dagegen und begab mich auf den 3 km langen Trail, der in mein Untersuchungsgebiet führt. Im Untersuchungsgebiet lief ich meine übliche 6 km lange Strecke ab und kroch hier und da ins Unterholz, wo ich einen vermeintlichen Froschruf hörte. Plötzlich zuckte ich zusammen, mitten auf dem Trail saß er, in voller Pracht, mein gelber Frosch, nach dem ich so lange vergebens in jedem Dickicht gesucht hatte. Vergessen die gefühlte Million von Moskitos, vergessen der süßliche Pheromenduft der Schweißbienen, der kiloschwer auf mir zu lasten schien – ich hatte meinen ersten gelben Frosch gesichtet. Er machte keinerlei Anstalten, sich auch nur einen Zentimeter wegzubewegen, wie ein echtes Fotomodell posierte er für ein paar Bilder. Erst als ich versuchte, behutsam seine Unterseite zu begutachten, war ihm das zu viel und mit einem Satz war er unter einem umgekippten Baumstamm verschwunden, von wo er sich nicht mehr herausbewegte. Angespornt durch den ersten Fund folgte ich aufmerksam dem Trail und tatsächlich konnte ich beim Abstieg noch ein Individuum entdecken. Auch dieses Exemplar machte keine Anstalten sich zu verstecken, vielmehr saß es geduckt und regungslos da, in der Hoffnung, mit seiner gelben Färbung inmitten der gelben und braunen Blätter zu verschwinden.

Adelphobates galactonotus

Adelphobates galactonotus

Insgesamt konnte ich 159 Ameerega flavopicta, 52 Ameerega picta und 21 Adelphobates galactonotus finden. Leider gelang es mir in meiner Untersuchungszeit nicht, den „Paranussfrosch“ Adolphobates castaneoticus zu entdecken.

Drei Froscharten

Drei Froscharten

Es gelang mir aber, Video- und Tonaufnahmen rufender Männchen von den beiden Ameerega-Arten zu machen, was meine Suche nach diesen zwei Arten sehr erleichterte, da die Frösche verstummen, sobald sie die Erschütterungen durch sich nähernden Schritte wahrnehmen. Durch das Abspielen der Tonaufnahmen gelang es mir jedoch, die Frösche anzulocken bzw. zum Weitersingen zu bewegen, wodurch ich sie identifizieren und kartieren konnte. Während der Kartierung zeigte sich, dass die höchste Aktivität der Ameerega-Arten am frühen Morgen zwischen 6.30 Uhr und 10 Uhr und am späten Nachmittag zwischen 16 Uhr und 18 Uhr ist.

Die erfolgreichste Zeit, auf Adelphobates galactonotus zu treffen, war stets nach einem heftigen Regenguss oder früh am Morgen, wenn es noch einigermaßen kühl und trocken war.

Das wohl bedeutendste Ergebnis ist, dass es deutliche Unterschiede in der Verbreitung von Ameerega flavopicta und Adelphobates galactonotus gibt zwischen der jetzigen Regenzeit und der Kartierung, die Martin Schlenhardt, ein früherer Praktikant von der Universität Tübingen in der Trockenzeit durchgeführt hat. Die Kartierung und Verbreitung von Ameerega picta, auf der anderen Flussseite, wurde von mir zum ersten Mal durchgeführt und kann deshalb nicht verglichen werden, allerdings liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine ähnliche Verbreitung handeln dürfte.

Das von mir an einer Catena kartierte Relief im Serra-Novo-Gebiet unterscheidet sich leicht von dem im Serra-Gebiet. Die Erhebung im Serra-Novo-Gebiet ist in etwa 40 m höher als das Serra-Gebiet. Nach dem ersten Anstieg im Serra-Novo-Gebiet auf etwa 60 m befindet man sich auf dem ersten relativ flachen Granitplateau, danach folgt etwa 20 Höhenmeter weiter relativ offener Wald. 120 m über dem Fluss schließt sich das zweite Plateau an, wo dann Ameerega picta angetroffen wurden. Beide Untersuchungsgebiete, diesseits und jenseits des Rio Cristalino, weisen ähnliche Vegetationstypen auf. Auf dem trockenen und heißen zweiten Plateau konnte ich häufig dickblättrige oder behaarte Pflanzen finden; dieser Vegetationstyp wird als Campo Rupestre bezeichnet. Häufig auf dem bloßen Fels wachsende Arten, die ich bestimmen konnte, sind Ananas ananassoides, Bromelia balansae, Bomarea edulis, Philodendron acutatum, Clusia wedelliana, Manihot anomala, Anacardium occidentale, Mimosa pudica und zwei Arten aus der Familie der Convolvulaceae sowie mehrere Orchideenarten. Nicht typisch für diesen Vegetationstyp sind Utricularia spec. und Costus scaler, die allerdings durch die großen wassersammelnden Vertiefungen im Fels auch auf dem heißen Plateau wachsen können. Die Häufigkeit von Ananas ananassoides ist im Serra-Novo-Gebiet deutlich geringer als im Serra-Gebiet, dafür ist hier aus der gleichen Familie Bromelia balansae dominanter.

Ananas ananassoides

Ananas ananassoides

Costrus scaler

Costus scaber

Bromelia balansae

Bromelia balansae

Bei den untersuchten Böden lassen sich in drei Hauptbodentypen unterscheiden. In Flussnähe findet man grauen Gleyeboden, der durch das Stauwasser des Flusses gebildet wurde und einen sehr hohen Tonanteil sowie einen stark reduktiven Charakter aufweist. Der Gleyeboden wird mit steigender Höhe durch den „klassischen“ Tropenboden, den Oxisol abgelöst. Der Boden ist orange-rot gefärbt, was auf Eisen- und Aluminiumverbindungen verweist, die durch Jahrhunderte lange Auswaschung der Minerale übrig geblieben sind. Der Boden hat nur eine wenige Zentimeter dicke Streuauflage und im obersten Horizont fast keinen Humusanteil. Die unteren Horizonte haben einen sehr hohen Tonanteil und sind sehr nährstoffarm. Am steilen Anstieg, wenn der Wald langsam niedriger wird und der Unterwuchs zunimmt, sind ziemlich unentwickelte O/C-Böden zu finden. In diesem Boden konnte ich sowohl einen sehr hohen Skelettanteil als auch recht hohen Humusanteil feststellen. Dieser unentwickelte O/C-Boden wird als Leptosol bezeichnet.

Relief

Relief

Die mit dem Datenlogger und dem Pluviometer erfassten Daten zeigen deutliche Unterschiede zwischen der Hochfläche und dem tiefer gelegenen Wald. Auf dem Granitplateau wurden im Schatten Maximaltemperaturen von 45,4°C gemessen, während im Wald nur Maximaltemperaturen von 29,7°C erreicht wurden. Die Tag- und Nacht-Differenz schwankte oben im Untersuchungsgebiet um ca. 23°C, im Wald nur um 11°C. Beim Niederschlag zeigte sich, dass im Wald im Mittel 3 mm weniger Niederschlag den Boden erreichte. Der maximale Niederschlag an einem Tag betrug 69 mm auf dem Plateau, im Wald wurden allerdings nur 49 mm in Bodennähe gemessen. Dies ist insofern von Bedeutung, weil somit auf dem Granitplateau die Vertiefungen schneller mit Regenwasser gefüllt werden und so den Pfeilgiftfröschen als Kaulquappenbecken zu Verfügung stehen.

Mit Wasser gefüllte Vertiefung auf einem Felsplateau

Mit Wasser gefüllte Vertiefung auf einem Felsplateau

Allerdings verursachen die hohen Temperaturen auf dem Granitplateau auch eine schnellere Austrocknung der kleineren Wasseransammlungen; nur die großen Pfützen trockneten während den Tagen ohne Regen nicht aus. Mehrfach konnte ich beobachten, dass die Kaulquappen in den kleinen Pfützen die Austrocknung nicht überlebten. Bei den Kaulquappen in den Bächen und in den großen Wasseransammlungen konnte eine kontinuierliche Entwicklung von kleinen Kaulquappen, über Kaulquappen mit Fußansätzen bis hin zum Jungfrosch beobachtet werden. Die ersten kleinen Jungfrösche fand ich um die Weihnachtszeit. Ich vermute, dass die starken Regengüsse im Oktober das erste Laichen ausgelöst hatten. Die Entwicklungszeit würde dann etwa 2,5 Monate betragen, was sich mit diversen Literaturangaben deckt. Da ich über einen längeren Zeitraum immer wieder kleine Kaulquappen gefunden habe, vermute ich, dass diese Pfeilgiftfrösche mehrmals im Jahr laichen, was auch von anderen Pfeilgiftfroscharten bekannt ist. Allerdings konnte ich die Kaulquappen nicht bestimmen und somit kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, von welcher Art die Kaulquappen stammen. Auf dem Plateau wurden keine anderen Amphibienarten gefunden. Die Pfeilgiftfrösche fand ich häufig unter Steinplatten nahe den Wasseransammlungen und um diese herum die Jungfrösche; deshalb vermute ich, dass die Kaulquappen von den Pfeilgiftfröschen stammen.

Kaulquappen-.Entwicklung

Kaulquappen-Entwicklung

Das wichtigste Ergebnis ist die Verbreitung der Pfeilgiftfroscharten. Während der Trockenzeit waren Ameerega flavopicta und Adelphobates galactonotus nur in einem schmalen, auf 10 Höhenmeter begrenzten Bereich zu finden.

Verbreitung während der Trockenzeit

Verbreitung während der Trockenzeit

In meiner Kartierung konnte ich Ameerega flavopicta nur im oberen Bereich auf dem Granitplateau vorfinden. Männchen waren dabei meist im umgebenden niedrigen Gebüsch anzutreffen, während die Weibchen sich unter den kleinen abgesprengten Granitplatten befanden. Aus diesen unterschiedlichen Verbreitungen schließe ich auf eine Wanderung von Ameerega flavopicta in der Regenzeit zum Granitplateau, um die Wasseransammlungen für die Kaulquappen zu nutzen. Auf der anderen Flussseite wurde Ameerega picta ebenfalls nur im oberen Bereich des Granitplateaus angetroffen. Für beide Ameerega-Arten ist das Habitat in der Regenzeit klar das offene Granitplateau mit den Wasseransammlungen und dem umgebendem Gebüsch. Die beobachtete ähnliche Verbreitung, ähnliche Lebensweise, ähnliche Färbung und das ähnliches Verhalten bestärkt die Vermutung, dass die beiden Ameerega-Arten sich aus einem gemeinsamen Vorfahren entwickelt haben könnten.

Verbreitung in der Regenzeit

Verbreitung in der Regenzeit

Erstaunlich ist hingegen die Verbreitung von Adelphobates galactonotus, der in der Trockenzeit ebenfalls nur in dem genannten schmalen Bereich zu finden war. Ihn konnte ich hingegen im kompletten Untersuchungsgebiet finden. Adelphobates galactonotus begegnete ich sowohl in unmittelbarer Flussnähe als auch mitten auf dem Plateau oder in den Bereichen dazwischen. Durch den Vergleich der Kartierungen in der Trocken- und Regenzeit kann gezeigt werden, dass Adelphobates galactonotus sich aus dem schmalen, feuchten Trockenzeit-Rückzugsgebiet in der Regenzeit ausbreiten und eine weitaus größere Fläche als Verbreitungsgebiet einnehmen.

Vergleich

Vergleich

Aufgrund dieser Verteilung ist es nicht möglich, das Habitat von Adelphobates galactonotus eindeutig zu charakterisieren oder auf bestimmte biotische oder abiotische Faktoren zurückzuführen. Es ist daher wahrscheinlich, dass Adelphobates galactonotus verschiedene Wasserstellen wie Bäche, Pfützen, am Fluss gelegene Tümpel, aber auch  wassergefüllte Paranusschalen oder Wasseransammlungen in auf dem Boden liegenden Palmblättern für die Kaulquappen nutzt. Meinen Beobachtungen zufolge befanden sich die Fundorte häufig nahe umgestürzter Bäumen oder an Felsblöcken, die Adelphobates galactonotus nachts womöglich als Rückzugsraum dienen; einmal sah ich ein Individuum sogar in einer Baumhöhle.

Die Ergebnisse, Gefühle, Gerüche, Geräusche, die unbeschreiblichen Momente, Erfahrungen und Tierbegegnungen überwiegen bei Weitem jegliche „Mühen“ oder „Entbehrungen“, die ich auf mich nehmen musste. Dieses Forschungspraktikum hat mich um so viele unvergessliche Erfahrungen bereichert und mir die immense Biodiversität vor Augen geführt, dass ich wohl mein ganzes Leben daran denken werde. Es ist mir deshalb umso unbegreiflicher, wie Menschen diese enorme Vielfalt zerstören können und so viele Arten für immer ausgelöscht werden, bevor sie überhaupt von irgendjemanden gesehen oder in der Wissenschaft beschrieben werden konnten. Ich werde nach meiner Rückkehr das Masterstudium in Geoökologie fortsetzen und ich hoffe, mich nach Beendigung meines Studiums für den Artenschutz einsetzen zu können, um meinen Teil dazu beizutragen, diese Vielfalt auch in ferner Zukunft weitmöglichst zu erhalten

Besonders bedanken möchte ich mich bei Dr. Rainer Radtke, Baden-Württembergisches Brasilien-Zentrum der Universität Tübingen, der mit seiner großartigen, 8-wöchigen Brasilienexkursion den Grundstein für mein jetziges Forschungspraktikum gelegt und mir erneut ermöglicht hat, an den Rio Cristalino zurückzukehren, um dieses Forschungspraktikum durchzuführen, wobei er mich in allen Unwegsamkeiten wunderbar unterstützt hat.

Mein herzlichster Dank gilt Frau Vitória da Riva Silva, die mir mit ihrer Gastfreundschaft und Unterstützung die Möglichkeit geboten hat, dass ich dieses Forschungspraktikum am Rio Cristalino überhaupt durchführen konnte.

Schließlich bedanke ich mich beim Universitätsbund Tübingen e. V. und der Hanns-Voith-Stiftung Heidenheim, die mich großzügig finanziell unterstützt und somit zum Gelingen meines Forschungsprojektes beigetragen haben.

Jonas Benner

Jonas präsentiert den TV-Team Frösche

Jonas präsentiert den TV-Team Frösche

Jonas präsentiert den TV-Team Frösche

Jonas präsentiert den TV-Team Frösche

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Der bekannte brasilianische Fotograf João Quenta führte am Rio Cristalino einen mehrtägigen  Fotokurs für Lehrer durch. Bekannt heisst in seinem Fall, dass er auf Wikiaves mit aktuell (30.01.2014) 2447 Fotos von 1111 Vogelarten vertreten ist.

Beispiele hierzu.

Reportage 1,   2.

João hat in der Zwischenzeit zugesagt, die Exkursion in und um Rio de Janeiro fotografisch zu begleiten.

Fotoworkshop mit João Quenta

Im RPPN (privates Schutzgebiet) Rio Cristalino und dessen Jungle Lodge, in der in zwei Wochen die diesjährige Tübinger Brasilienexkursion wieder einige Tage verbringen wird, findet jeder eine für ihn passende Aktivität. Die zwei 50 m hohen Türme bieten perfekte Bedingungen für Birdwatcher. Das fast 60 km lange Trailsystem führt einen sowohl in den amazonischen Tieflandregenwald, wie auch hoch in die offenere Vegetationslandschaft Campo Rupestre. Bei Bootstouren auf dem Rio Cristalino kann man entspannt die Tier- und Pflanzenwelt vom Fluss aus beobachten. Wer mehr Aktivität will, kann den Fluss auch selbst mit dem Kajak heruntertreiben und dabei noch viel näher an die Tiere herankommen, als es zu Fuss je möglich wäre. Mit den unzähligen Insektenarten, z.B. mit weit über 600 Schmetterlingsarten, rund 600 Vogel- und 55 Säugetierarten bietet das RPPN am Rio Cristalino nicht nur für Touristen aus aller Welt einen beliebte Anlaufstelle, sondern auch für Fotografen. In Brasilien gibt es einen aktuellen Trend, an Fotoworkshops  teilzunehmen. Dafür bietet das Schutzgebiet natürlich die besten Voraussetzungen mit seinen unendlich vielen Motiven. In den letzten fünf Tagen fand ein solcher Workshop hier statt. Die Leitung hatte João Quental, der mit 1111 professionell fotografierten amazonischen Vogelarten einer der führenden Fotografen auf Wikiaves ist, aber auch sonst allenthalben bekannt ist. Allein seine 15 minütige Fotopräsentation brachte alle anwesenden Personen vor Entzücken und Bewunderung über seine vielen faszinierenden Aufnahmen ins Schwärmen. Die Gruppe der Teilnehmer des Workshops setzte sich aus allen Altersklassen mit unterschiedlichsten Budgets zusammen, vom Studenten mit Einsteigerkamera bis hin zum älteren Rentner mit einer Fotoausrüstung, für die man einen Mittelklassewagen erhalten würde.
Leider war das Wetter nicht auf der Seite der Fotografen, da es fast drei Tage ununterbrochen durchregnete. Obwohl der theoretische Teil des Workshops somit in aller Ruhe und Genauigkeit durchgegangen werden konnte und die Teilnehmer lernten mit ISO-Werten, Blendenöffnungen, Verschlusszeiten und vielem mehr umzugehen, muss all die Theorie auch irgendwann in die Praxis umgesetzt werden. In der Verzweiflung fingen die Teilnehmer teilweise schon an Regentropfen in all ihren Variationen aufzunehmen. Ich versuchte einen Teil der Zeit mit der Präsentation von Filmen über das Schutzgebiet und Filmen über hiesige Tierarten zu überbrücken, doch war auch diese Unterhaltungsmöglichkeit irgendwann erschöpft. Nachdem der Regen nachgelassen hatte, konnten die Teilnehmer ihr gelerntes Wissen von den Beobachtungstürmen oder den Booten aus endlich in die Tat umsetzen. Abends wurde gezeigt wie man mit Bildbearbeitungsprogrammen noch mehr aus den eigenen Bildern herausholen kann. Anschließend folgten für die mit Blitzgeräten ausgestatteten Teilnehmer Nachtspaziergänge, bei denen das Leben des Regenwaldes in der Dunkelheit aufgenommen wurde. Das Ergebnis der fünf Tage waren exzellente Bilder und trotz des vielen Regens glückliche Teilnehmer.
JB

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31.12.2013

Jahreswechsel_2014

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