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Archive for März 2014

Nach 2 Wochen auf Pró-Mata, wobei die zweite Woche tollstes Wetter bot, sagten wir der Belegschaft adieu. Auf der 8-stündigen Autofahrt nach Soledade setzten wir Prof. Forchhammer in São Francisco de Paula ab, von wo aus er nach Porto Alegre zum Weiterflug reiste. Wir machten in Lajeado bei Hans Cremer für einen Imbiss halt. Die Beziehungen zu Hans bestehen schon seit 1987.

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In Soledade gab es dann am Montag eine Einführung in die Edel- und Halbedelsteine Brasiliens. In Rio Grande do Sul findet man Achate und Amethyste in rauhen Mengen, auch wenn sich nicht jedem der Inhalt der Steine von aussen offenbart.

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Von innen sehen die dann so aus:
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Bearbeitet werden die Drusen mit Spezialwerkzeug:

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Der Zugang zur größten Druse der Welt (aus Uruguay) verläuft über Abraum, der bei uns in Europa in Esoterikläden für teuer Geld, sprich Schotter verhökert wird.

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Auf dem Weg an die Partneruniversität UNSIC in Santa Cruz do Sul machten wir wieder Halt in Lajeado. Dieses Mal jedoch auf der anderen Strassenseite bei Dag Cremer. Wie der Zufall es so will, gab es hier Churrasco – anlässlich des Geburtstags der Hausherrin Edilene.

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Ein Biosphärenreservat „Pampa“ soll entstehen

Seit ein paar Tagen haben wir von Camila Medeiros von der UFRGS, Porto Alegre, Partneruniversität der Univ. Tübingen, Besuch auf Pró-Mata. Sie arbeitet über invasive Amphibien in Brasilien, speziell über Lithobates catesbeiana, den Nordamerikanischen Ochsenfrosch. Diese Froschart wurde nahezu weltweit eingeführt und breitet sich z. Z. in ganz Brasilien aus. Sie richtet grosse Schäden in den heimischen Froschpopulationen an. Auf Pró-Mata ist der Ochsenfrosch jedoch noch nicht angekommen.

Am Freitag folgte Prof. Dr. Uwe H. Schulz von der Unisinos, São Leopoldo bei Porto Alegre, einer Einladung von Rainer Radtke. Er berichtete über seinen Arbeitsbereich Fischereiwesen und Problematik der Trinkwasserentnahme aus Flüssen im Grossraum Porto Alegre, speziell am Rio dos Sinos. Der Rio dos Sinos ist einer der fünf grossen Flüsse, die nördlich von Porto Alegre zusammen mit den Rios Gravataí, Caí, Taquari und Jacuí in den Lago/Rio Guaíba entwässern. Südlich von Porto Alegre wird daraus die Laguna dos Patos, die weltweit wohl grösste Lagune, die sich über 300 km südlich Richtung Uruguay erstreckt.

Über einen Kontakt zur Universität Kaiserlautern wurden wir Tübinger 2013 als Berater und Brasilienkenner angefragt. Ab 2015 soll mit der Umsetzung eines geplanten Biosphärenreservats im Biom „Pampa“ begonnen werden. Dabei werden wir von Tübingen aus gern behilflich sein.

RR

Prof. Schulz von der Unisinos beim Vortrag

Prof. Schulz von der Unisinos beim Vortrag

Immer wieder kommt es in Rio Grande do Sul zu Fischsterben. Hier am Rio dos Sinos verendeten jüngst über 200 Tonnen Fisch.

Immer wieder kommt es in Rio Grande do Sul zu Fischsterben. Hier am Rio dos Sinos verendeten jüngst über 200 Tonnen Fisch.

Von links nach rechts: Prof. Karl Forchhammer (Uni Tü), Dr. Martin Ebner (Uni Tü), Prof. Uwe Schulz (Unisinos), Dr. Rainer Radtke (Uni Tü)

Von links nach rechts: Prof. Karl Forchhammer (Uni Tü), Dr. Martin Ebner (Uni Tü), Prof. Uwe Schulz (Unisinos), Dr. Rainer Radtke (Uni Tü)

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Am Donnerstag war es wieder so weit. Auf 930 m ü. NN ging es im Araukarienwald los, zuerst über Campo-Flächen, dann immer mehr bergab auf einem uralten Trail. Vorbei an Schluchten, 300 m tief stürzenden Wasserfällen, dann der Übergang zum Atlantischen Regenwald. Hier taucht beispielsweise Euterpe edulis, die Palmherzpalme erstmals auf 600 m ü. NN auf. Am Ende des Garapiá-Tals traf der Trupp nach ca. 8 km Luftlinie und 15 km durchwanderter Vegetation auf die beiden Dienst-VW-Busse der Uni Tübingen, die schon nach 65 km Schotterpiste von Pró-Mata über die Serra do Umbù am vereinbarten Ort im „Nirgendwo“ auftauchten (Rainer, Mia). Leicht erschöpfte Fussgänger waren froh, dass der Rückweg nicht zu Fuss gemacht werden musste. 2 1/2 Stunden später im besten Abendlicht kamen wir auf dem Planalto wieder im Araukarienwald von Pró-Mata an.

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Araukarien mit Campo

Die letzten Meter des Abstiegs führten über eine der hier zahlreichen Hängebrücken.

Die letzten Meter des Abstiegs führten über eine der hier zahlreichen Hängebrücken.

Die Serra do Umbú bietet immer einen fantastischen Ausblick

Die Serra do Umbú bietet immer einen fantastischen Ausblick

 

 

 

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Der Ausblick von der Pró-Mata-Station ist atemberaubend: Zwei Lagunen in Meeresnähe und wie immer zu Zeiten des Praktikums – violett blühende Tibouchina sellowiana.

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Unterricht auf Pró Mata

Dr. Martin Ebner, Univ. Tübingen, erläutert die Vegetationsgeschichte und Geologie des Gebietes.

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 Tierisches auf Pró-Mata

Die PraktikumsteilnehmerInnen haben über die Zeit die Scheu verloren, sich zum Fotografieren den Organismen auf Augennähe zu nähern.

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Xenodon neuwiedii (Neuwied’s False Fer-de-lance) im Radtke-Hain:

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Eine Beschreibung der Art:
Mede de 30 a 80 cm. O corpo tem coloração parda com manchas oblíquas, claras e escuras, imitando as jararacas. Ocorrem associadas às matas com Araucária, no Sul e Sudeste do Brasil. São comuns na área do reservatório.
Percorrem o solo das matas que habitam em busca de anfíbios, principalmente sapos, dos quais se alimentam. São imunes ao veneno desses anfíbios. São ovíparas.
Podem apresentar um comportamento semelhante às boipevas-comuns, achatando-se no chão, triangulando a cabeça, e dando botes. Mesmo assim, são inofensivas.
Os sapos costumam inflar o corpo quando abocanhados, enchendo os pulmões de ar. Como as boipevas – serranas possuem dentes desenvolvidos no fundo da boca, os utilizam para perfurar os pulmões dos sapos e assim poder
engoli-los. Em função desses dentes maiores, sua mordida é bastante dolorida.

Die Aufarbeitung des Gesehenen

Die Aufarbeitung des Gesehenen

Freilandarbeit

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Die zu Pró-Mata nächstgelegene Fazenda bietet allerhand Sehenswertes für die PraktikumsteilnehmerInnen.

Gunnera-Nostoc

Erstmalig ist Prof. Dr. Karl Forchhammer von der Univ. Tübingen auf Pró-Mata. Mit seiner brasilianischen Kollegin Nelsa Cardoso (Botanik) von der Tübinger Partneruniversität PUCRS, Porto Alegre, wird nach Cyanobakterien auf Moosen gesucht. Auch nahm Fernando Poli, seit kurzem Umweltbeauftragter der Stadt Lajeado (früher Partneruniversität Univates, dann Tübingen) und Rosana Keil (Univates, Verwaltungswissenschaften) teil. Zudem berichtete Eric Burgert über seine Diplomarbeit, die er hier zum Wasserhaushalt Pró-Matas angefertigt hatte. Heute ist der ehemalige Student der FH Rottenburg Kleinunternehmer in der Holzbranche nahe Porto Alegre.

Karl Forchhammer untersucht Cyanobakterien auf Moosen

Karl Forchhammer untersucht Cyanobakterien auf Moosen

Eine Einführung in die Gaúcho-Kultur mit Mate-Tee, Chimarrão

Eine Einführung in die Gaúcho-Kultur mit Mate-Tee, Chimarrão

Historischer Moment für die Wissenschaft: Ein Molekularbiologe lernt tatsächlich sein Forschungsobjekt erstmalig im Freiland kennen

Historischer Moment für die Wissenschaft:
Erstmals seit Menschengedenken lernt ein Molekularbiologe sein Forschungsobjekt im Freiland kennen.

Hier wird Nostoc gesucht:
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Und gefunden:

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Flechten

Prof. Dr. Werner Grüninger von der Univ. Tübingen ist Flechtenspezialist und kennt Rio Grande do Sul seit den 70er Jahren (also voriges Jahrhundert).

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Flechtenforschung fordert ihren Tribut

Flechtenforschung fordert ihren Tribut

 Pflanzenphysiologie

Prof. Dr. Hampp und Dr. Schrey, Univ. Tübingen, und Prof. Dr. Magel, Univ. Hamburg, widmeten sich der Pflanzenphysiologie der Araukarien.

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Auf Pró-Mata erobert sich eine Kröte, Rhinella icterica, früher Bufo ictericus, das Deutschlandjahr.

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In einem zentral gelegenen Hostel in Porto Alegre – wo die einen schon am Vorabend angekommen sind, die anderen pünktlich zum Frühstück eintrudeln – gibt es am Morgen des 17.3. ein freudiges „Hallo“, um danach für das Geoökologische Gelände-Praktikum nach Pró-Mata aufzubrechen, in leicht veränderter Gruppenkonstellation: Leider mussten uns Micha, Thomas, Felix, Jan und Melli nach vier Wochen Zoologischer Exkursion schon verlassen, dafür wurde unsere Gruppe mit Prof. Hampp, Prof. Grüninger, Prof. Magel, Dr. Schrey sowie Martina und Viktoria verstärkt.

So fahren wir mit drei alten 4-Gang-VW-Bussen los. Es handelt sich um die alten unverwüstlichen VW-Busse T 2 (http://de.wikipedia.org/wiki/VW_T2), deren Produktion in Deutschland 1979 eingestellt wurde, in Brasilien nach 56 Jahren jetzt in 2014. Die Uni Tübingen unterhält hier noch einen Dienst-VW-Bus, die beiden anderen hat Rainer in Porto Alegre angemietet. Einer der Mietbusse bleibt jedoch nach ein paar Kilometern direkt mal am stark befahrenen Freeway liegen – die Kupplung raucht und stinkt erbärmlich und ist durch. Daher stehen wir auf dem Standstreifen, kleben erstmal das Warndreieck mit Tesafilm zusammen, bevor wir es aufstellen und „nur ein halbes Stündchen“ auf einen Ersatzwagen warten. Immerhin regnet es und wir werden nicht gebraten. Und schon nach 1 ½ Stunden haben wir wieder ein drittes fahrtüchtiges Fahrzeug.

Die Dreierkolonne kommt allen Hürden zum Trotz schlussendlich munter und gutgelaunt nach 120 km Asphalt über die 35 km lange Schotterpiste auf Pró-Mata an, wo wir jetzt die nächsten zwei Wochen verbringen werden. In den kommenden Tagen werden wir im Gelände Photosynthese an verschiedenen Standorten, gepflanzte Araukarien unterschiedlicher Herkunft und Flechten untersuchen.

Conny und Fabian

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Zwischenstop in schönster Lage

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Es ist genügend Zeit zur Feinjustierung des Rückspiegels

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Endspurt auf der Schotterpiste

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Seltener Ausblick vom Stationsgebäude Pró-Mata

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Es wird eifrig studiert

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In Porto Alegre trafen sich am Sonntag die ersten Tübinger und nutzten den sonnigen Tag, um den Ablauf des Praktikums em detail zu klären. Dabei ergab sich die Gelegenheit auf dem brique, dem dortigen Flohmarkt, ein Foto wie aus dem vorletzten Jahrhundert mit einem lambe-lambe zu machen:

http://imagensliquidas.blogspot.com.br/2011/08/lambe-lambe.html

Lamber heist lecken und bezieht sich in diesem Zusammenhang darauf, dass diese ambulanten Fotografen beim Entwickeln der Fotos alles minimieren mussten (Entwicklung, Fixierung, Wässern), so dass die Fixier-Qualität und der Wässerungszustand des Fotos durch Ablecken überprüft wurde.

Zu sehen sind der Fotograf Varceli Freitas Filho, der seit Urzeiten dieser Profession nachgeht, eine Gruppe Guarani-Indianer, die in der Nähe Indio-Weisen intonierten und das bestechende Ergebnis der altertümlichen Fotografie (Hampp, Magel, Radtke, Schrey, Grüninger).

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